

SWAZILAND
Kleines Königreich mit vielen Überraschungen.
Inmitten von Südafrika, auf dem Weg von Durban Richtung Kruger National Park gelegen, ist das Königreich Swaziland ein knapp 18.000 Quadratkilometer großes Erlebnis für Naturliebhaber – und das nicht allein im Sinne erlebenswerter Landschaften, da auch die kulturellen Eindrücke Swazilands anders sind, als man sie von Südafrika gewohnt ist.

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Sie sind ursprünglicher, da sie von nur wenigen europäischen Einflüssen geprägt wurden und sich durch eine unverkennbar moralische Lebenseinstellung in fast ursprünglicher Form erhielten. Dazu passt zwar nicht, dass Swaziland The Hideout während Apartheidzeiten war, als gemischtrassige Paare in Südafrika keine Akzeptanz finden, im unabhängigen Swaziland jedoch ihre Zuneigung zueinander leben konnten. Doch zeigt diese angenommene Freizügigkeit die Liberalität der Swazi und damit eine besondere Art ihrer kulturellen Prägung.
Die Vorfahren der Swazi lebten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts an der mosambikanischen Küste. Es war das anstrengende, tropische Klima der Region und nicht zuletzt die häufigen Erkrankungen durch Malaria beispielsweise, die den damaligen König Ngwani II. seinen Dlamini-Clan in die fruchtbaren Regionen des Pongola Rivers umziehen ließ. Bis zum heutigen Tag rekrutiert sich das königliche Oberhaupt der Swazi aus der Familie der Dlamini – trotz verschiedener fremder politischer Einflüsse. Drei ihrer wichtigsten Traditionen werden heute noch gepflegt. So beherrscht traditionelle Medizin, die von meist weiblichen Sangomas praktiziert wird, den Alltag der Swazi, aber auch ihre höchsten Feiertage haben ihre Wurzeln in dr Swazi-Kultur. So feiert man mit dem Ncwala im Dezember und Januar das Erntefest.

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Ncwala ist die ehrwürdigste Zeremonie des Jahres, wenn der König mit seinem Hofstaat und im vollen Ornat seinen Hof verlässt, um im Angesicht seines Volkes die ersten Früchte der Ernte zu verspeisen, aber auch sie zu opfern. Das andere große Fest der Swazi ist der Umshlanga Dance im August/September, wenn die Frauen ihre Fruchtbarkeit zelebrieren. Dazu formieren sie sich zu einer schier endlosen Schlange und tanzen sich in Trance, während die Kinder und die Männer das anschließende Fest vorbereiten. Bis heute hat sich nichts an diesen Traditionen verändert, weder ihre Ausführung noch ihre Sinnhaftigkeit. Anders ist lediglich, dass zu den heutigen Zeremonien auch ausländische Gäste willkommen sind.
Dies zu erleben plus der hügeligen Landschaften, der weiten Täler und tiefen Wälder, der glasklaren Flüsse, der Wasserfälle und der kleinen Dörfer ist Grund genug, Swaziland ein, zwei Tage erkunden zu wollen.
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