SÜDAFRIKA - DAS GANZE JAHR ÜBER
Reisezeiten
Das südafrikanische Klima rangiert zwischen subtropischen Bedingungen und denen trocken-heißer Wüstenregionen.
Vier Klimazonen sorgen das ganze Jahr über dafür, dass irgendwo in
Südafrika „immer Sommer“ ist. Die Jahreszeiten liegen den unsrigen
entgegen gesetzt – so entflieht man dem hiesigen Schmuddelwetter ebenso
wie den allzu heißen Sommern.
Klima
In klimatischer Hinsicht ist Südafrika geprägt von auffallenden Gegensätzen. Das Land liegt zwischen zwei Ozeanen, die Feuchtigkeit transportieren, jedoch ist die Atlantikseite im Westen eher kühl, verglichen mit der subtropisch-warmen Küste des Indischen Ozeans. Trotz der Nähe der Meere ist Südafrika im Ganzen dennoch ein relativ trockenes Land. So fallen im jährlichen Durchschnitt nur 464 mm Niederschlag (Weltdurchschnitt = 857 mm). Verantwortlich dafür ist die Tatsache, dass das Landesinnere zu rund zwei Dritteln auf Hochplateaus von durchschnittlich 1000 bis 1800 Metern ü. d. M. liegt und damit fern dem Einfluss des feuchten Meerklimas. Zudem schirmen die küstennahe Gebirgszüge, aber auch die längs durch Südafrika verlaufenden Drakensbergen das Binnenland gegen die Meeresgestade ab.
Klimazonen
Der gesamte Nordwesten, mitsamt einer Trockenklimazelle in der Region um Mossel Bay ist fast ganzjährig niederschlagsfrei. Dagegen verzeichnet die feuchtheiße Ostküste (Port Elizabeth bis Kosi Bay) ganzjährig hohe Niederschlagmengen; im Sommer liegt die Luftfeuchtigkeit dort oft bei über 80%. Das Kapland mit den nördlich und östlich anschließenden Küstenbereichen einschließlich der küstennahen Gebirge (etwa im Dreieck Kapstadt/Vanrhynsdorp/Riversdale) präsentiert sich vor allem im Winter feucht und oft auch empfindlich kühl. An der Westküste sorgt der kalte Benguelastrom im Winter oft für dichte Nebel. Die Sommermonate sind hier warm und niederschlagsarm und sind so vergleichbar mit dem europäischen Mittelmeerklima. Die vierte und größte Klimazone erstreckt sich über das gesamte Binnenhochland östlich der Linie George-Kimberley-Vryburg und bis an die Grenze von Mosambik. Hier fällt der meiste Regen im Sommer, häufig in Form von Gewittern, jedoch in wesentlich geringeren Mengen als an den Küsten.
Typisch für alle vier Klimazonen ist der fast überall stets präsente Wind. Mini-Tornados, die auch „Hexenquirls“ oder „Staubteufel“ genannt werden, treten während der heißen Jahreszeit häufig im Landesinneren auf, an der Küste können die winterlichen Sturmböen Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h erreichen. In Kapstadt pfeift zwischen September und November mit Vorliebe der „Southeaster“. Einerseits fürchtet man seine ausdauernden Spitzengeschwindigkeiten von gut und gerne 120 km/h, andererseits nennt man ihn ehrfürchtig auch den „Cape-Doctor“, denn seine radikalen Strömungen fegen die Abgas belastete Stadt komplett sauber.
Jahreszeiten
Leicht zu merken sind die Jahreszeiten, da sie den unsrigen entgegen gesetzt liegen. Wenn in Europa im Dezember der Winter Einzug hält, beginnt in Südafrika der Sommer. Anfang Mai wird es Herbst auf der Südhalbkugel, als Wintermonate gelten Juni, Juli und August und spätestens im Oktober wird es Frühling in Südafrika.