
PERU
Dem Goldrausch gaben die spanischen Eroberer sich hin, das Erleben der kulturellen Schätze Perus und seiner grandiosen landschaftlichen Szenerien sind die Highlights moderner Reisen: vielfältig, exotisch, im unglaublich reichen Rhythmus einer Kultur, die sich von der Millionenstadt Lima an der Pazifikküste in die Welt der Anden bewegt, hin zu den historischen Inkastätten wie Machu Picchu oder in Naturschutzgebiete wie der Parque Nacional Huascarán.
Da erreichen die Höhen der Gipfel 6.768 Meter wie der des Huascarán in der Cordillera Blanca und auch höher. Das sind Umgebungen, in der Neuzeitmenschen das Reisen nicht leicht fällt, doch wer will auf Kulissen wie die Vulkanwelten um Arequipa verzichten, wer auf den Anblick des 8.300 Quadratkilometer großen Titicacasee, den Peru und Bolivien sich teilen?
Aus diesen schwindelerregenden Landschaften hinab in das schwül-warme Amazonas-Tiefland zu gelangen, ist bis in die Dschungelstadt Iquitos entweder auf dem Flussweg oder aus der Luft möglich – die undurchdringliche tropische Vegetation, die zahllosen Flussdeltas und Sümpfe verdeutlichen in ihrer einnehmenden Präsenz, warum.
An Lima kommt man nicht vorbei, nicht an der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt und vor allen Dingen nicht an den zahlreichen Kirchen, Kathedralen, Konventen, Tempeln und Museen. Den Spuren der geheimnisvollen Kultur der Inka folgend gelangt man im Landesinnern, gut 1000 Kilometer südöstlich von Lima und auf 3400 Metern Höhe in die Region von Cusco, der "archäologischen Hauptstadt Amerikas", die zum Kulturerbe der Menschheit gehört. Dies karge, ursprünglich weit entlegene Hochland wählte der legendäre Manco Kapac um 1200 als Zentrum des von ihm begründeten Herrschergeschlechtes der Inka aus.
Cuscos prunkvolle Architektur ahnt man noch heute, von hier aus gelangt man zu der prähistorischen Festungsanlage Sacsayhuamán mit ihren tonnenschweren behauenen Steinblöcken, den Tempeln und Ritualaltären und nach Machu Picchu, jener mystischen Inkastadt in den Anden. Erst 1911 von dem amerikanischen Forscher Hiram Bingham wieder entdeckt, thront Machu Picchu auf knapp 2400 Metern hoch über dem Tal des Urubamba-Flusses. Die Stadt setzte sich aus ungefähr 260 verschiedenen, stufenförmig angeordneten Bauwerken zusammen und ist bis heute auch für Astronomen von magischer Bedeutung.
Doch ist damit die Magie Perus noch lange nicht erschöpft, Namen von weiteren archäologischen Stätten Chavín de Huantar, Chan-Chan oder Nazca und Trujillo verteilen sich über die Landkarte des Andenstaates und sind Ziele anspruchsvoller Reisender.

