MAURITIUS

Mauritius ist das Paradies – so sagt man und zählt wahrhaft paradiesische Zustände auf: endlose weiße Sandstrände, von lauschig raschelnden Palmen gerahmt, hinreißende Unterwasserwelten, immer freundliche Menschen, die keine Vorurteile kennen, exotische Städte und traumhafte Hotels. Ja doch, das ist Mauritius, dass es jedoch innerhalb dieser faszinierenden Kulissen auch Alltag gibt, kann intelligente Reisende nicht überraschen.

Diese „Normalitäten“ sind vielfältig und so auch die Ausprägungen des Tourismus. Auf Mauritius trifft der Reisende tatsächlich alle Möglichkeiten des Urlaubens an, sei es für schmale Budgets oder das ganz dicke Portemonnaie – und alles dazwischen, immer als Strandurlaub mit Ausflügen in die bizarre Bergwelt. Bei allen Aktivitäten, die natürlich auch in die Fischerdörfer und auf die Märkte von Port Louis und Curepipe führen, sollte der Reisende beachten, dass die multikulturelle Bevölkerung von Mauritius ihre diversen kulturellen Gepflogenheiten trotz aller Toleranz gewahrt wissen will: So mögen weder die Hindi, noch die Christen und natürlich auch nicht die Muslime Anblicke von Oben-ohne-Sonnenbadenden, während das Nacktbaden völlig verpönt ist. Unangemessene, weil zu knappe Kleidung wird nicht nur als Affront gewertet, sie fordert geradezu heraus, als Prostituierte gesehen und selbstverständlich auch so behandelt zu werden.

Je ein Tipp für Port Louis und Curepipe:
Im Blue Penny Museum in Port Louis liegen die Rote und die Blaue Mauritius im Original aus und in den kleinen Geschäften von Curepipe kann man wunderschöne Seidenblusen oder seidene Saris erstehen!

Die 1865 Quadratkilometer große Insel ist ein Eldorado für Wassersportler, für Golfer, für Sonnenanbeter, Bergwanderer, Segler, für Hochseefischer und Liebhaber afrikanischen Alltagslebens, das sich nicht nur im Hafen von Port Louis sondern darüber hinaus in allen Küstenstädtchen ausgiebig beobachten lässt.

Rodrigues, die Nachbarinsel bildet mit Mauritius die Republik Mauritius. Sie ist neben ihrer großen Schwester und La Reùnion die dritte der Maskarenen – benannt nach dem Entdecker des Archipels, dem portugiesischen Abenteurer Diego Mascarenhas. Rodrigues liegt 600 Kilometer von Mauritius entfernt, doch ist das nur die Geografie, denn in einer gefühlten Wirklichkeit lebt Rodrigues noch im Alltag postkolonialistischer Zustände – sehr verträumt, kaum entdeckt und in seinen kulturellen Ausdrucksweisen wie in Sprache, Musik, Tanz und sozialem Gefüge unverfälscht kreolisch. Es ist noch nicht lange her, dass ein Besuch von Rodrigues fast unmöglich war und auch heute sind die Offerten keineswegs reichlich zu nennen, doch lohnt ein Ausflug dorthin sich auf jeden Fall!