MALEDIVEN
Luxuriöse Resorts, Bungalows im Meer und wassersportive Vielfalt – auf den Malediven sind anspruchsvolle Urlaubsträume Wirklichkeit.
Noch ehe die Malediven auch für jene Urlaubssuchenden interessant wurden, die ihre Erholungsleidenschaft nicht ausschließlich über Unterwasserabenteuer definieren, sponnen sich Geschichten wie märchenhafte Sagen um die 1190 Inseln und 26 Atolle der Malediven. Da war und ist von weißsandigen Traumstränden die Rede, von Palmenalleen und Palmenhainen, von türkisfarbigen Lagunen, verborgenen Buchten und all diesen Schönheiten noch voran von unendlich weiten, in allen Farben leuchtenden Korallenriffen.
Tatsächlich gehören die Riffe vor den Malediven zu den größten Naturwundern der Welt und dieses Naturgeschenk ist nicht allein für das Privileg der Malediven als Urlaubsregion verantwortlich, es schützt auch alles Leben an Land. Zuletzt wurde dies gewiss, als der verheerende Tsunami von Ende 2004 auch die Malediven erreichte. Da wurde die Wucht der gigantischen Flutwellen schon am äußeren Riffrand abgeschwächt, was dazu führte, dass die höchstens zwei Meter über dem Meeresspiegel rangierenden Inseln zwar kurzzeitig überspült, aber dann auch schnell wieder bewohnbar wurden.
Wobei bei aller Affinität zu dieser Traumdestination an dieser Stelle nicht verschwiegen werden soll, dass seit der Katastrophe noch immer mehr als 10.000 von knapp 300.000 Insulanern heimatlos sind, während die Erholungs-Resorts bereits nach drei Monaten wieder völlig hergestellt waren. Das allerdings wird der Gast nicht gewahr, denn die Inseln und Atolle der Malediven sind in ihren Urbanisierungen nach Bebauungen für die Einheimischen und jene für die Gäste eingeteilt, so dass grundsätzlich nur unbewohnte Inseln zu Touristen-Resorts ausgebaut wurden und werden.
Demnach richtet sich die Größe der Hotelanlage und die Anzahl der Bungalows nach der Größe der Insel. So können auf Coco Palm Kuda Hithi zwei Gäste urlauben, auf Sun Island hingegen 700. Auch die quirlige Hauptstadt Malé liegt auf einer Insel und der Internationale Flughafen auf einer anderen. Diese Art der natürlichen Umgebung in Verbindung mit den Ansprüchen der Urlauber erfordert eine ausgeklügelte Infrastruktur, eine, die nicht auf Kosten der sehr leicht zu schädigenden Umwelt geht. So sind die Malediven seit etlichen Jahren schon Vorreiter im aktiven Umweltschutz und jeder Urlauber gibt seinen Obolus dazu – nicht allein zum Erhalt der Urlaubsregion sondern zur Entwicklung und zum Aufbau des Lebensraumes der Einheimischen.
Solche Details gehören in den Kontext auch dieser Darstellung, zeigen sie doch die Fragilität des bezaubernden Ökosystems der Malediven auf. Denn so stabil die Korallenriffe gegen die natürliche Macht des Meeres stehen, so schnell sind sie im oft nicht gewollten, aber dennoch leichtfertigen Umgang zu schädigen. Taucher und alle anderen Wassersportler haben sich demnach an Regeln zu halten, die nicht einmal einschränkend, aber enorm Umwelt schützend sind, so dass das Naturparadies Malediven noch über viele Jahrzehnte erhalten bleibt – alle erdenklich komfortablen bis superluxuriösen Bestandteile moderner Erholungskultur dem angepasst und harmonisch in das Gesamtbild eingefügt und das auf über 90 Inseln.
Sich aus der Ferne von den Malediven ein Bild machen zu wollen, ist nicht schwer. Stellen Sie sich vor, in einem Wasserflugzeug zu sitzen: Unter Ihnen gleitet das türkisblaue Wasser des Indischen Ozeans dahin und dann erblicken Sie mit einem Mal verschieden farbige Punkte darin, wie dahin getupft und alle mit einem schneeweißen Rand umgeben.
Hierher kommt man, nicht allein um den Alltag zu vergessen, nein, die Malediven sind jener Hort, in dem man Abschied nimmt von sämtlichen Unbilden hektischer Modernität. Für eine gewisse Zeit natürlich – die schönste, die man sich erträumen konnte.