
MADAGASKAR
Von Madagaskar zu berichten ist zunächst ein Exkurs in geografische Superlative: Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt, sie ist 1580 Kilometer lang, dehnt sich auf einer Breite von 480 bis 580 Kilometer aus, umfasst eine Küste von 4.828 Kilometer und ist damit flächenmäßig nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Erde.
Auf diesem Territorium leben ungefähr 20 Millionen Einwohner – 18 verschiedene, aber dennoch verwandte Volksgruppen malaiischer, afrikanischer und arabischer Herkunft. Die stark traditionsbewusste Lebensweise der Einheimischen verdeutlicht sich auch in der traditionellen Art der Landbearbeitung, die vornehmlich im landwirtschaftlichen Sektor stattfindet. So wird Reis in den Terrassen des Gebirges angebaut, das die Insel vom Norden bis zum Süden in einem Hochplateau durchzieht. Andere Regionen prägen Kaffeekulturen und die Plantagen der Gewürzbauern.
Von Weitem schon riecht man zur Erntezeit was hier heranreift: Vanille, Gewürznelken, Kurkuma und Mandeln. Szenerien dieser Art sind der Wert Madagaskars, nicht nur allein durch den Export dieser Produkte, auch lebt der Tourismus von solch exotischen Ansichten.
Madagaskar ist kein Badeparadies, wohl aber eine Destination für Menschen, die lange Wanderungen in unbekannten Regionen schätzen und die ihre Freude an einer bunten, exotischen Vogelwelt haben.

