


LESOTHO
Für Abenteurer und Individualisten abseits der gängigen Pfade: Hoch hinaus im südafrikanischen Bergkönigreich Lesotho.
Es war zur Zeit des Zulu-Königs Shaka, Anfang des 19. Jahrhunderts, dass den Zulu verwandte Stämme sich der selbstbewussten Präsenz des allmächtigen Kriegsherrn nicht beugen wollten und sich von den Zulu trennten. Die Xhosa beispielsweise zogen in Richtung Küste, die Sotho flohen in das bis dato noch unbewohnte Gebiet des Highveld und verschanzten sich geradezu im Schutz der Maluti Berge. Der Clan des Häuptlings Moshesh bezog das Gebiet am Gipfel der Thaba Bosiu, dort, wo bisher nur Bushmen auf ihren Routen entlang gezogen waren, und gründete dort das Basotho Reich. 1870 war die Bevölkerung der Sotho auf 150.000 angewachsen, ihre politische, sowie ihre gesellschaftliche Eigenständigkeit war unangetastet.
Dies änderte sich mit der Ankunft der Burentrecks in dem Gebiet. Die neuen Siedler ignorierten die angestammten Rechte der „Schwarzen“, trieben ihr Vieh auf die Weiden der Basotho und drangen auf der Suche nach weiteren Ländereien gewaltsam in das Innere des Basotholandes vor. In ihrer Not riefen die Basotho englische Truppen zur Hilfe, mit dem Erfolg, dass diese zwar die Buren zurück drängten, anschließend Basotholand aber zum Protektorat erklärten. Erst 1966 wurde Basotholand unabhängig von Großbritannien, das Königreich Lesotho ist heute eine konstitutionelle Monarchie, mit King Letsie III. an der Spitze.



Der charismatische König regiert ein Land, das so groß ist wie Belgien und inmitten Südafrikas über gewaltige Berge und Hochplateaus hoch hinaus ragt. Die östliche Grenze bilden die Natal Drakensberge mit dem höchsten Berg des südlichen Afrikas, dem 3482 Meter hohen Mount Thabana-Ntlenyana, der niedrigste Punkt von Lesotho ist der Zusammenfluss des Makhaleng- und des Oranje Rivers auf 1400 Metern. Es ist der Unwegsamkeit der wilden Berglandschaften zuzurechnen, dass der touristische Boom Südafrikas an Lesotho vorbei geht. Denn von einem Straßennetz von 5500 Kilometern sind lediglich 800 Kilometer asphaltiert, so dass der größte Teil der faszinierenden Bergwelten ausschließlich im Geländefahrzeug zu erkunden ist.
Und das nicht einmal bis auf die höchsten Gipfel oder in die versteckt sich ausbreitenden Täler mit ihren malerischen Bergwiesen, in die dramatischen Schluchten und in jene zahlreichen Höhlen, in denen die nomadisierenden San (Bushmen) ihre typischen Felszeichnungen und –gravuren hinterließen. Ein Abenteuer auch zu den noch immer intakten Goldgräbersiedlungen zu gelangen, zum troutfishing an die Ufer der glasklaren Bergflüsse und an die Hänge am Fuße der Dreitausender – dorthin ist man idealerweise auf den berühmten Basotho-Ponys unterwegs, ganz gleich, ob Reiten schon immer eine eigene Passion war oder man sich diesem einzigartigen Naturerlebnis nun endlich hingegeben will.
Dafür gibt es keinen prädestinierteren Platz als Lesotho, denn die kleinen, trittsicheren Pferde bringen jeden Reiter überall hin. Auch zu den kleinen Bergdörfern in denen das Leben der Basotho noch seinen Gang wie vor 150 Jahren geht. Phantastische, handgestrickte Wollpullover und –ponchos sind die idealen Erinnerungsstücke an diese Gegend. Hier leben die legendären Bergführer der Basoto, von hier aus finden spektakuläre Aufstiege statt. Für ganz Hartgesottene auch im Winter, wenn Eis und Schnee die Landschaften in dicken Schichten bedecken. Ein wenig anders abenteuerlich gesinnte Sportsfreunde fahren um diese Zeit Ski in den Bergen von Lesotho und wenn man auch sagt, dass die Pisten längst nicht so smashing sind wie in Europa, doch sagen die, die es dennoch getan haben, dass es Abhänge gibt, die so steil sind, dass der Adrenalinspiegel noch Tage nach der Abfahrt dramatisch erhöht ist.
Per Pferd, auf Skiern und natürlich zu Fuß: spazierend, wandernd, kraxelnd und ernsthaft bergsteigend – Lesotho ist aus zweierlei Gründen faszinierend. Da sind die wilden, nahezu unberührten und dramatischen Landschaftsszenerien, für die sich in ihrer individuellen Ausprägung in ganz Afrika kein Pendant finden lassen. Dass sich daraus Situationen ergeben, die so Recht nach dem Gusto abenteuerlustiger Reisender sind, ist typisch Lesotho, wo man sich unkompliziert gibt und dem Besucher damit das Gefühl vermittelt, sich bis ins Detail frei entfalten zu können.
Wie das zu Ihrem eigenen Vergnügen geschehen kann, sagen wir von ALBATROS URLAUB Ihnen gerne.

