LA RÉUNION

Voilá: Seien Sie verblüfft! Nein, Sie sind nicht von der Route abgekommen und in Frankreich gelandet, nein und sie haben sich im perfekt ausgebauten Autobahn- und Straßennetz von La Réunion auch nicht verfahren und haben nun die Côte d´Azur erreicht. Doch ja, Mauritius liegt nicht weit entfernt und Madagaskar auch, Sie sind auf La Réunion!

Dies wird denn auch schnell klar, wenn der Blick sich löst von den europäischen Details und in den Alltag der Einheimischen schaut. Der indisch, chinesisch, madegassisch und afrikanisch geprägt, als ganz und gar kreolisch. Er spielt sich in den großen Städten wie Saint-Pierre oder Saint-Denis nur in den Hinterhöfen ab oder allenfalls als Touristenattraktion, das echte Dasein der Réunionais lebt in den Cirques, auf den fruchtbaren Böden der Vulkankrater, 1000 Meter über dem Meer.

Ihre weiß getünchten, bunt akzentuierten Häuser sind von Zuckerrohrfeldern, Weinanbau und Bohnengärten umschlossen; ein augedehntes und gut markiertes Netz von Wanderwegen und schmalen Pfaden führt hier entlang und auf rauchende Vulkane zu, über Lavafelder und hinein in Sandwüsten und Regenwälder. La Réunion ist in erster Linie nämlich ein Wunderland für Wanderer, für Naturliebhaber par excellance, während man die Strände nicht mit den diesbezüglichen Traumszenen der Nachbarinsel vergleichen sollte.

Wobei es ungemein attraktiver Aspekt in einer Urlaubsplanung sein kann, in den Bergen von La Réunion am Morgen Ski laufen zu können, während am Nachmittag Baden im Indischen Ozean angesagt ist …– fragen  Sie uns doch einfach danach und nach den anderen Details á la La Réunion! Und denken Sie nicht, dass die Städte der Insel so gar nicht sehenswert sind, denn auch dazu können Sie ungewöhnliche Erfahrungen machen!

Rodrigues, die Nachbarinsel bildet mit Mauritius die Republik Mauritius. Sie ist neben ihrer großen Schwester und La Reùnion die dritte der Maskarenen – benannt nach dem Entdecker des Archipels, dem portugiesischen Abenteurer Diego Mascarenhas. Rodrigues liegt 600 Kilometer von Mauritius entfernt, doch ist das nur die Geografie, denn in einer gefühlten Wirklichkeit lebt Rodrigues noch im Alltag postkolonialistischer Zustände – sehr verträumt, kaum entdeckt und in seinen kulturellen Ausdrucksweisen wie in Sprache, Musik, Tanz und sozialem Gefüge unverfälscht kreolisch. Es ist noch nicht lange her, dass ein Besuch von Rodrigues fast unmöglich war und auch heute sind die Offerten keineswegs reichlich zu nennen, doch lohnt ein Ausflug dorthin sich auf jeden Fall!