GOLF

Dem kleinen weißen Ball nach – durch ganz Südafrika

Südafrika ist das Eldorado aller Golfer, des Golfers Welt in einem Land!
Fünfhundert Golfcourses sämtlicher Designs komplettieren die spektakulären Szenerien des Landes, in die besonderen Eigenarten der Landschaften eingepasst. Da schlägt man den Ball auf den atemberaubenden Klippen der Garden Route oder über die lieblichen Seenlandschaften daselbst. Da durchstreift man die 1000 Hügel im Zulu-Land von Abschlag zu Abschlag oder hat es in den Wildnissen mit natürlichen Hindernissen wie Warzenschweine, Affenhorden, Hippopotomus oder Straußenfamilien zu tun.

Golfen in Südafrika ist ein Out-of-africa-feeling, es ist Abenteuer, es ist ein elegantes Vergnügen, es ist ein beispielloses Erlebnis – sehen Sie selbst und erleben Sie es bald!

Golfer sind Menschen, die sowohl zu bedingungsloser Romantik als auch zu stringentem Pragmatismus neigen. Insofern sind Golfer Individualisten, aber auch unbedingte Gruppenmenschen – Golfer sind eben anders. Ihre Passion ist es, einen kleinen weißen Ball über weite und kurze Flächen zu schießen, dazu machen sie sich einen Club zunutze, der einem umgedrehten Stock ähnelt und in genau dieser Form seinen Ursprung hat. War es doch ein Schafhirte, der Anno Dazumal das Golfspiel aus purem Zeitvertreib erfand – indem er mit seinem umgedrehten Hirtenstab Steine über schottische oder irische Hochflächen drosch und ihnen von Abschlag zu Abschlag folgte.

Das, beziehungsweise so ähnlich ist Golfspielen, denn natürlich ist das Handwerkszeug im Laufe der Zeiten vom einzelnen Stock zu ganzen Sets mit ausgefeilten Schlägern avanciert, ein Spiel ist nicht einfach mehr ein Steine kicken, sondern eine höchst erholsame, wenngleich auch oft völlig nervende Angelegenheit. Dennoch oder gerade deshalb gibt man sich ihr als ernsthafter Golfspieler hin, wissend, dass man selbst für den Nervfaktor verantwortlich ist. Denn der hat nichts mit den unbedingt einzuhaltenden Golf-Benimm-Regeln zu tun, nichts mit dem Design des Platzes, nichts mit den Mitspielern, nichts mit dem Wetter, nichts damit, ob man neun, 18 oder neuerdings auch 27 Loch spielen will – aber alles mit der eigenen Laune.

Insofern ist es auch eine Frage der Befindlichkeiten, auf welchen Golfcourses dieser Erde man seiner Leidenschaft am liebsten frönt. Da diese turfs aber beispielsweise in Stockholm, Mombasa oder Pebble Beach liegen, könnte es zu ständigen Umherfliegereien kommen – mit allen unliebsamen Nebenerscheinungen, wäre da nicht das Eldorado aller Golfer, Golfers Welt in einem Land sozusagen: Südafrika!

Fünfhundert exzellent ausgestattete Golfcorses sind in die Landschaften Südafrikas integriert, alleine mehr als 60 in Kapstadt und Umgebung. Derer 40 liegen entlang der Garden Route, mehr als zwei Dutzend in der Gegend um Durban und in den Wildnissen etliche mit tierischem Flair. Einheimische  Golfer gibt es nicht mehr als 120.000, soll heißen, dass da eine Menge Platz für Gäste bleibt!

Unabhängig davon sind sie herzlich willkommen, man kennt keine Dünkel in Südafrika, lässt  auch Gastspieler zu relativ geringen Greenfees golfen und selbst, wenn ein traditionelles „Royal“ im Namen des Platzes steht, ist dies kein Symbol für königliche Preise. So sind auch die Kosten für die körperlichen Labsale in den Clubhäusern äußerst moderat, so dass sich manche Veränderung im Handicap ausgelassen feiern oder auch nur schön trinken lässt.

 

Besonderheiten:

  • Startzeiten: Sie werden in den meisten Clubs in die zwei Blöcke des morning- und des afternoon field aufgeteilt.

  • Abschlagszeiten: Unbedingt reservieren, da viele Vereine spezielle Clubtage haben und (lokale) Turniere veranstalten.

  • Platzreife: Nach Absprache können auch Spieler mit Platzreife spielen.

  • Etikette: Es sind Golfhemden nur mit Kragen und zumindest kurzen Ärmeln erlaubt. Shorts nur bedingt und wenn ausschließlich in Bermudastyle und bei den Herren dann mit langen Bermuda-Socken (Kniestrümpfen). Dieser Dresscode ist in allen britischen Traditionsclubs a must.

  • Pausen: Nach neun Loch ist Pause im Halfway House – das ist so und wer klug und fair ist, schließt sich an, um Unruhe in der Szene zu vermeiden. Die Unterbrechung kann gut und gerne eine halbe Stunde dauern, der Caddy bekommt mindestens zehn Rand zugesteckt, damit er sich auch eine Mahlzeit erlauben kann. 

  • Caddies: Die Caddies sind organisiert und nach ihrem Können zwei Kategorien zugeteilt. Der jeweilige Caddy-Manager sorgt im Club dafür, dass genügend Caddies vor Ort sind. Man sollte für den Caddy 100 Rand einplanen: 55 – 65 Rand pro Runde, eine Mahlzeit im Halfway House und ein Trinkgeld am Ende des Spiels. Da der Caddy nicht anderswo sein Geld verdienen kann, wenn er auf dem Golfplatz unterwegs ist, wäre es fair und damit ganz im Sinne des Golfsportes, diese Ausgabe  nicht zu scheuen.
  • Bunkerregeln: Die Bunkerharken liegen nicht längs der Bunkerkante im Sand sondern befinden sich in der Bodenhülse nahebei. So hindern sie den Schlag nicht, man stolpert nicht drüber und muss sich nicht auch noch dafür bücken!

  • Divots: Die heraus geschlagenen Rasenstücke werden mit einer Handvoll Grassamen, Sand und Erde bestreut – das Gemisch bekommt man vor Beginn der Runde als kleine Packung ins Bag gesteckt. Der Erfolg ist auf den Fairways weithin sichtbar!

Weitere Regeln sind rar auf südafrikanischen Golfplätzen – dafür fordert man Wohlfühlen und Genießen von den Gästen! Was man sonst noch wissen muss und vor allen Dingen, wie man diese dreamcourses endlich auch bespielen kann, sagen wir Ihnen gerne und buchen Sie durch, direkt auf den Abschlag!

 

Eine kleine Auswahl südafrikanischer Golfcourses:

Region Kapstadt

Atlantic Beach Golf Club: Junger Meisterschaftsplatz (Par 72) im Links-Stil, in der Tradition von St. Andrews und Pebble Beach gebaut. Der Platz liegt an der Westküste Kapstadts, ist circa 45 Minuten Fahrt vom Zentrum entfernt und bietet großartige Blicke auf den Tafelberg und den Atlantischen Ozean. Oftmals aufkommender Wind bringt Spannung ins Spiel. Auf dem Platz ist ein sicheres Spiel mit kurzen Schlägen angebracht.

Westlake Golf Club: Der landschaftlich herausragende Westlake Golfplatz (Par 72) liegt bei Lakeside, am Fuße der Silvermine Berge und mit Blick auf das Gebirgsmassiv der False Bay. Die Ursprünge des Platzes reichen bis 1932 zurück. Seither wurde er kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Die reichhaltige Vegetation bietet einen guten Windschutz, so dass man während des ganzen Jahres ohne massive klimatische Behinderung spielen kann, was dem Parkland-Platz eine große Beliebtheit einträgt.

Clovelly Golf Club: Dieser eindrucksvoll gelegene, ondulierte 18-Loch-Platz (Par 72) liegt nahe der False Bay im Clovelly Tal zwischen Fish Hoek und Kalk Bay. Er ist eingebettet in die hügelige Landschaft der Cape Peninsula und wartet mit relativ schmalen Fairways auf, die ein exaktes Spiel erfordern. Wenngleich der Wind da manchmal nicht mitspielt!

Royal Cape Golf Club: Der renommierte Meisterschaftsplatz ist Südafrikas ältester Golfclub (18 Loch, Par 72). Der Course liegt in einer flachen Parklandschaft mit großen, Schatten spendenden Bäumen, viel Wasser und mit derart "glatten" Grüns, dass allen voran die Könner gefordert sind.

Belville Golf Club: Der Platz (18 Loch, Par 72, circa 6000 Meter ) liegt ungefähr 20 Kilometer von Kapstadt entfernt im Vorort Welgemoed. Beim Spiel hat man einen sagenhaften Blick über die Hottentots-Hollands-Berge. Der Platz ist sehr hügelig und verfügt über 5 Wasserbunker, was – wie man als Golfer weiß – den Course nicht wesentlich leichter macht. Mittwoch und Samstag für Mitglieder reserviert.

Durbanville Golf Club: Ungefähr 25 Kilometer von Kapstadt im Vorort Durbanville gelegen, ist der Platz von Farmland und den Boland Bergen umgeben. Der Platz (18 Loch, Par 71, 5937 Meter) besteht aus gepflegten Grüns auf sanftem, ebenen Gelände. Er ist ruhig gelegen und angenehm zu spielen.

Steenberg Golf Club: 18 Loch (Par 72), 6424 Meter. Von Peter Matkovich in harmonischer Einheit mit dem clubeigenen Steenberg Country House angelegt, liegt der zauberhafte Platz auf der Rückseite des Tafelberges, hinein gebaut in die sanften Ausläufern des Silverline Berges und des "Elephant´s Eye". Der Abschlag liegt in dem bewaldeten, tiefer liegenden Teil des Grundstücks. Hier spielt man die ersten 6 Loch. Auf der folgenden Strecke ändern sich die Fairways in Szenerien aus großen Grasbunkern, steinigen Gebirgsflüssen und strategisch raffiniert platzierten Wasserhindernissen. Darüber hinaus beeinflussen abfallende Schräglagen das Spiel nachhaltig. Es sind Softspikes erforderlich.

Milnerton Golf Club: Der 18-Loch-Platz (Par 72) erstreckt sich entlang der Atlantikküste nach dem historischen "9 holes out – 9 holes home" Links-Prinzip. Eindrucksvolle Aussichten auf den Atlantik ebenso wie auch das Tafelbergmassiv ergeben sich von fast jeder Bahn. Auch hier fällt es aufgrund des oftmals starken Windes schwer, das Handicap zu spielen.

Erinvale Golf Club: 18 Loch (Par 72) im Gary Player Design am Fuße der Helderberg Berge und im dortigen Lourens Valley gelegen, mit Somerset West in der Nähe und das Laurens Valley Naturschutzgebiet ebenso präsentiert sich der 1995 eröffnete Golfplatz landschaftlich und spieltechnisch sich vom Feinsten . Wasserhindernisse und Bunker dominieren die ersten 9 Loch, die zweite Hälfte der Fairways führt hinauf in die Berge. Grundsätzlich ist der Platz sehr anspruchsvoll, selbst für die Cracks unter den Spielern. HCP D 26 und H 24.

 

Bei Hermanus:          

Hermanus Golf Club: Der Hermanus Golf Club (18 Loch, Par 73) liegt mitten in Hermanus und erstreckt sich von dort die Küste entlang bis in die Berge. Die mit Bentgras bewachsenen Fairways sind von Bäumen gesäumt und in gutem Zustand. Vielstimmige Vogelkonzerte begleiten das Spiel, oftmals jedoch vom Gezänk der Paviane übertönt. Haben sich die Baboons doch zu Eigen gemacht, golfenden Menschen die Golfbälle abzujagen. Wer das lustig findet, gibt den Ball auf, andere wollen sich nicht darauf einlassen, schimpfen mit den Pavianen und die schreien zurück!

Arabella Golf Club: 18 Löcher (Par 72). Der 1999 von Matkovich und Hayes traumhaft angelegte Links- und Parkland-Platz bestätigt sein Meisterschafts-Niveau bis in jeden Winkel. Im Jahr seiner Begründung wurde der Golfcourse gleich zum „besten neuen Golfplatz Südafrikas“ gewählt, seither hat sich das Niveau etabliert. Dennoch ist es auch für weniger Versierte ein Genuss ihn zu bespielen, denn allein die landschaftliche Schönheit entschädigt für jeden Fehlschlag. Es mag sich einfach niemand grämen angesichts dieser Bergkulisse im Hintergrund, der fast zwei Kilometer langen Lagune, umgeben von dichtem Baumbestand und vertraut mit der Tatsache, dass der Course auch Lebensraum ist für 130 verschiedene Vogelarten, Reptilien und Amphibien.

 

Weingebiete:

Paarl Boschenmeer Golf Club, Paarl: Der jetzt 27-Loch-Platz (Par 72) ist eine wahre Perle (Paarl). Er liegt in einer herrlichen Parklandschaft am Paarls Rock, ist geprägt von üppigem Baumbestand und umgeben von Weingütern. Die Entfernung nach Kapstadt beträgt circa 60 Kilometer, das schließt den am Kap herrschenden Dauerwind aus. Da kommt doch angesichts der guten Wasserhindernisse und der angenehmen Grüns noch mehr Spielfreude auf!

Stellenbosch Golf Club, Stellenbosch: Ein 18-Loch-Meisterschaftsplatz (Par 71), umgeben von malerischen Weinbergen und Parkland. Eindrucksvoll und sehr gut gepflegt bietet er einige wahrlich erinnerungswürdige Bahnen, mit direkten Flugbahnen über die Weinberge.

Devon Vale Golf Club, bei Stellenbosch: 18 Loch in wunderschöner Parklandschaft außerhalb von Stellenbosch gelegen (Par 71, 5578 Meter). Im Herzen des Kap-Weingebietes, zeichnet sich der Platz durch leicht hügeliges Gelände mit welligen Bahnen aus.

Worcester Golf Club, bei Worcester: Par 72, 5711 Meter, von Gary Player gestaltet. Der gepflegte Platz liegt in einer hügeliger Halbwüsten-Landschaft. Die Bahnen folgen den Konturen des Geländes und bieten hinreißende Ausblicke auf die sie umgebenden Berge und die Stadt Worcester. Beim Spiel muss man sich auf mögliche Windabhängigkeiten einlassen.

Rondebosch Golf Club, Rondebosch: Par 72, 6123 Meter in Parkland. Das hügelige Gelände ist von den Black-River Kanälen in alle Richtungen durchzogen; dabei ist die Weite des Wassers oft trügerisch und der Wind fordert sein Tribut. Die Ausblicke verlieren sich in herrlichen Berglandschaften, lediglich die geräuschvollen Nebenwirkungen der beiden Highways nahebei beeinflussen das Erlebnis.

 

Region George und Knysna:

George Golf Club: Der 18-Loch-Championship-Golfplatz liegt in den Ausläufern der Outeniqua-Berge auf circa 230 Metern Höhe und ungefähr 1 Kilometer von George entfernt. Im Jahr 1886 angelegte, parkähnliche Platz ist geprägt von dichtem Baumbestand, von Farnen, Lianen und wie wild blühenden Blumen. Die welligen Fairways sind in sehr gutem Zustand. Mittwoch und Samstag sind für Mitglieder-Turniere reserviert.

Fancourt Golf Club: Das sind die Plätze Outeniqua, Montagu, The Links und Bramble Hill. Outeniqua und Montagu, beide Par 72, haben sich in kurzer Zeit zu den besten Plätzen Südafrikas entwickelt und sind Mitglied des Zusammenschlusses der "Great Golf Resorts of the World". Was in jedem Fall adäquat ist, da allein die landschaftlichen Bedingungen nur in Superlativen zu beschreiben sind. Da scheinen sich die Fairways mit ihren schnellen Grüns in die Ausläufer der Outeniqua Mountains zu schmiegen, während die Szenerien in den Tälern aus Straußenherden bestehen, aus faszinierend karger Halbwüste und aus weißen, kapholländischen Farmhäusern, die aus dem Schatten dichter Pappelhaine hervorlugen.
Montagu gilt mit seinen zu Teil sehr schnellen Putt-Flächen aus Bent-Gras und seinen Bunkern als der schwierigere, verglichen mit dem Outeniqua Platz. Auch der noch neue, herausfordernde The Links Course wurde bereits als beste neue Anlage ausgezeichnet – gemeinsam mit Bramble Hill. The Links (18 Loch, Par 72, 6.530 Meter) wurde im Jahr 2000 eröffnet. Der Platz ist nicht leicht zu bespielen, obwohl jeweils vier Abschläge vorgesehen sind. Auf The Links war man 2003 Gastgeber des renommierten Presidents Cups.
Als Parkland-Course mit Links-Merkmalen ist der Bramble Hill Platz (18 Loch, Par 72) eine interessante Kombination aus den ersten 3 Plätzen.

Pezula Golf Club: 18 Loch (Par 72). Der ehemalige Sparrebosch Golf Club wurde von Ronald Fream konzipiert und im Jahre 2000 eröffnet. Er liegt auf einer Anhöhe über dem Meer mit Ausblicken auf die Knysna Lagune und die Outeniqua-Berge. Der Platz ist eine gelungene Mischung aus schottischem Links-Style mit dem Stil eines Parklandplatzes. Leicht abschüssige Fairways, ondulierte Grüns und der Wind verlangen dem Spieler Konzentration und Können ab.

 

Allgemeine Hinweise zu den beschriebenen Golfplätzen:
Vorgabe: Generell Damen: HCP 36 und Herren: HCP 24  
Ausnahmen Herren:
Atlantic Beach: HCP 30, Erinvale/Paarl Boschenmeer: HCP 28, Arabella Golf Club: HCP 36.
Ausnahmen Damen:
Royal Cape: HCP 30, George: HCP 35, Fancourt: HCP 30.
Hermanus: Platzreife.
Im Arabella- und im Hermanus Golf Club ist zusätzlich der Nachweis einer Clubmitgliedschaft erforderlich.