Albatros Urlaub - Bolivien

BOLIVIEN

Kulturhistorische Stätten, (einstmals) unermesslich reiche Städte und atemberaubende Landschaftskulissen sind auch Boliviens touristische Attraktionen. Da ist die Rede von Tiwanaku, als ehemals heiliges Zentrum der prähispanischen Kulturen die wichtigste archäologische Region des Landes, von Copacabana, vom Titicacasee mit seinen Inseln Sol und Luna, von den tropischen Tälern der Yungas, von Cochabamba und von La Paz natürlich.

Aus dem Häusermeer der Stadt, die dem Frieden gewidmet ist und in den Bergen zwischen 3.600 und 4.000 Metern Höhe erbaut wurde, schweift der Blick über die grünen Hänge der Anden bis in die ewigen Eishöhen des 6.300 Meter hohen Illimani. Von der 450-jährigen Geschichte La Paz' zeugen bedeutende Monumente wie die Barockkirchen San Francisco und Santo Domingo, die Kathedrale und der Barockpalast Díez de Medina, sowie winzige Gässchen, in den denen man sich direkt nach Spanien versetzt fühlt.

Ähnliche Gefühle lassen sich auch im 500 Kilometer entfernten Sante Cruz nicht verbergen, wo 800.000 Menschen leben und von wo man die prähispanische Festungsanlage Samaipata gut erreichen kann, aber auch bedeutende Naturreservate.

In Bolivien zu sein und nicht die Stadt Potosí besucht zu haben, bedeutet der Geschichte Boliviens nicht ganz auf der Spur gewesen zu sein. In Potosí nämlich, am 4.700 Meter hohen Cerro Rico um genau zu sein, begannen für die spanischen Kolonialbesatzer 1545 reiche Zeiten des Silberbooms. Ein Schäfer hatte seine Lamaherde in eine Schlucht des Berges getrieben und am nächsten Morgen geschmolzenes Silber rund um seine erkaltete Feuerstelle gefunden. Das Silbervorkommen, so sagt man, hätte ausgereicht, um eine Brücke von Bolivien nach Spanien zu bauen. Für die einheimische Bevölkerung verbindet sich die Region mit unvorstellbaren Grausamkeiten, von den Spaniern an ihnen verübt, mit Versklavung und fast 1 Million Toten.

Jene Kolonialzeit prägte auch Sucre, die Hauptstadt Boliviens (La Paz ist Regierungssitz). Auch die "weiße Stadt" ist Weltkulturerbe, sakrale Bauten und Museen faszinieren und die Calle Junín in der Fußgängerzone ist eine unterhaltsame Welt des Bummelns. Das gilt ebenso für den sonntäglichen Kunsthandwerkermarkt im 64 Kilometer entfernte Tarabuco – hier sind Künstler und Handwerker aus dem ganzen Land präsent.

 

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