Reisebericht Südafrika 2006

2010-07-24 09:05 von petra hänel

Unterwegs in Südafrika

Albatros wieder unterwegs in Afrika
Abseits der bekannten Touristenpfade in den Natal Drakensbergen und entlang der Wildcoast.

Am Donnerstag 30. November 2006 treffen wir uns (meine Kollegin Astrid und ich)  in Frankfurt am Flughafen, Terminal 1, Halle B, SAA-Schalter 321 – 325, um für den Flug nach Johannesburg einzuchecken. Das klappt prima, wunderbare Sitzplätze in der Economy Class mit Beinfreiheit sind auch dabei.

Nach einem Gläschen Prosecco treffen wir noch die netten Kollegen der Air Namibia und vom NTB, die eine Gewinnerreisegruppe von SWR3 nach Namibia auf den Weg bringen. So ein Aufenthalt am Airport birgt immer viele Überraschungen!

Die Sicherheitskontrollen des Handgepäcks dauern ungewöhnlich lange, dort heißt es „Schuhe ausziehen“, diese werden extra geprüft (wegen der dicken Sohle der Wanderstiefel) und auch das Laptop wird einer intensiven Prüfung unterzogen, es könnte ja Sprengstoff darin verborgen sein.

Dann geht es in den Flieger und ab nach Südafrika! Der für unsere Sitzreihe (Plätze 45 HK am Notausgang) zuständige Steward ist sehr freundlich.  Der Essen italienischer Art Antipasti und Gemüselasagne schmecken lecker.

Der Flug ist insgesamt ruhig und wir landen pünktlich in Johannesburg. Passkontrolle geht schnell und unkompliziert, unser Gepäck kommt auch schließlich und endlich an. Wie immer ist es uns unverständlich, warum alle Wartenden sich direkt mit dem Trolley an das Gepäckband stellen müssen, mit 2 m Abstand wäre die Sicht für alle Beteiligten besser und jeder würde trotzdem das Gepäck bekommen!

Ankunft am 01. Dezember früh am Morgen. Nun geht es in der Ankunftshalle zum Bankschalter, Geld eintauschen und weiter zum Terminal National Departures, ca. 10 Minuten Fußweg. Wir haben uns keinen Gepäckträger bzw. Gepäckwagenfahrer genommen, da wir uns bestens auskennen. Für Erstbesucher empfiehlt es sich die Dienste der aufmerksamen Gepäckträger (erkennbar an den orangen Westen) für wenige Rand (ca. 10  pro Gepäckstück = ca. 1 €) in Anspruch zu nehmen.

Wir checken neu ein zu unserem Flug nach Durban. Hier werden wir begrüßt von farbenfroh angezogenen netten junge Leuten, die Promotion für Durban mit den Stränden machen.
Nun besorgten wir uns unsere Vodacom Telefonnummern mit „airtime“, so dass wir erreichbar sind.

Bei AVIS bekommen wir einen schicken Wagen Kat. B / Toyota Corolla.

In Shoppingcenter  haben wir uns bei Pick n’Pay und Clicks Proviant, Petras neue Lesebrille u.a. besorgt, was es nur vor Ort gibt (Adapter, Ouma Rusks, RooibosTee, Milo etc.).

Als erstes haben wir das Essenwood House in Berea angesehen. Es ist ein sehr schön gelegenes Gästehaus, mit 7 großzügigen Zimmern, jeweils mit Badewanne und auch Dusche (nur Nr. 7 ist kleiner und lediglich mit Dusche ausgestattet.)
Der Garten ist tropisch angelegt und entpuppt sich trotz Innenstadtlage als eine Oase der Ruhe und Erholung. Die britischen Gastgeber und gleichzeitig Inhaber umsorgen ihre Gäste mit Umsicht und britischem Humor. Einige der Zimmer im ersten Stock haben eine überdachte Terrasse mit Blick über die Palmen und die Stadt bis hin zum Indischen Ozean.

Nun müssen wir uns beeilen, da es bereits 16h00 ist, die Rushhour einsetzt und wir noch 2 Stunden Autofahrt in die südlichen Drakensberge vor uns haben. Wir fahren auf der N3 durch diverse Baustellen bis Pietermaritzburg, unterwegs passieren wir eine Zahlstation, wo wir Zar 5,50 für die Straßenbenutzung zahlen müssen. Schon vorher deutete ein Wetterwechsel an, auf Sonnenschein folgt Bewölkung, die immer mehr zunimmt. Es fängt an zu regnen, später auf der Landstraße R617 kommt für uns ganz überraschend dichter Nebel dazu, der sich – je höher wir in die Berge hineinfahren – immer mehr verdichtet. Nach ca. 3 1/2 statt 2 Stunden erreichen wir Underberg, wo uns ein Einheimischer den richtigen Weg zur 3 km außerhalb des Ortes liegenden Valemount Country Lodge erklärt, da Schilder aufgrund der Wetterlage und Dunkelheit schlecht zu lesen sind. Auch Tiere waren seit der Autobahn an den Straßenrändern zu sehen, glücklicherweise nicht zu spüren!

Unser Ziel „erwartet“ uns in kompletter Dunkelheit. Wir tasten uns vorsichtig über nassen Rasen, in der Hoffnung nicht zu stolpern und zu stürzen. Freudiges Gebell bestärkt uns in der Annahme, auf eine menschliche Siedlung gestoßen zu sein. Und tatsächlich, im schwachen Licht einer Taschenlampe kommt uns unsere Gastgeberin Dalene mit ihrer kleinen Tochter Sabrina auf dem Arm entgegen. Des Rätsels Lösung: totaler Stromausfall! Sie ist heilfroh, dass wir gut angekommen sind und mit typisch südafrikanischem Pragmatismus beziehen wir unser Zimmer, das nun im Schein einiger Kerzen romantisch erhellt wird. Wir sind nach den Anstrengungen der Anreise zu müde, um in  ein Restaurant zum Abendessen zu fahren. Aber auch hierfür findet Dalene schnell eine Lösung und verwöhnt uns mit Käse, Wein, eingelegten Feigen und Crackern, die einladend auf einem Tablett mit Lavendelblüten serviert werden.

Trotz des Stromausfalls ist uns eine warme Dusche vergönnt und später funktioniert auch das Licht wieder.

Glücklich und zufrieden fallen wir in einen tiefen Schlaf.

Das erste Wecken geschieht zu unchristlicher Stunde um 04h54 durch Astrid’s falsch gestelltem Wecker, was uns jedoch nicht daran hindert, uns noch eine Runde Schlaf zu genehmigen.

Samstag 02. Dezember. Frühstück erwartet uns zwischen 08h00 – 09h00. Es gibt ein englisches Frühstück mit liebevoll angerichtetem Früchteteller, Eiern mit diversen Beilagen, Toast, frische Muffins, Marmeladen, Müsli, Wurst und Käse.
Um 09h00 stürzen wir uns bei „Duck und Dolittle“ in den ersten Kaufrausch. Neben allerlei Kitsch entdecken wir handgefertigte afrikanische Accessoires.

Nun schnell zurück zur Lodge, denn dort erwartet uns um10h00 bereits Steve von Sani Pass Tours, unser Guide für den heutigen Tag. Wir wollen nach Lesotho, ein Königreich, das hoch oben in den Drakensbergen liegt. Da wir an diesem einen Tag unglaublich viel sehen möchten, einigen wir uns auf eine Tour mit wenigen Stops – was bei den wunderschönen und unglaublich beeindrucken Landschaften sehr schwer fällt! Sattgrüne, samtene, steil aufragende Berghänge, Kaskaden von Wasserfällen und wolkenverhangene Bergspitzen lassen unsere Herzen höher schlagen, (und zeitweise beim Blick in die Tiefe in die Hose rutschen) und geben uns einen Eindruck der faszinierenden südlichen Drakensberge. Steve trägt mit seinem Wissen über Geschichte, Land und Leute dazu bei, dass sich auch für uns die Hintergründe und Vergangenheit der Bergwelt erschließen.
Steve hat außerdem dafür gesorgt, dass unsere Passkontrolle reibungslos vonstatten geht und wir unsere Fahrt fortsetzen können.
Auf 2.865 m angekommen, fahren wir weiter zu einem Basothodorf, was uns wie eine Filmkulisse in einer weiten, von Bergen umgebenen Ebene anmutet. Strohgedeckte fensterlose Rundhütten, Basothos dick eingemummelt in löchrige Decken, verrichten dort die Arbeit ihres täglichen Lebens: Wasser holen, Tiere hüten,  Brot backen, Feuer machen. Anstatt Schilder wie Bäcker, Schlachter, Gemüseladen lässt sich an farbigen Stofffetzen, an Stöcken aufgehängt erkennen, wo es Brot und Bier (=weiss), Fleisch (= rot), Grün (=Gemüse) gibt. Zur Unterscheidung sei gesagt, dass die kleine grüne Flagge den Hinweis auf „green vitamins“  angibt.

Sani Pass Tours fördert durch die Besucher das Dorf, das damit eine wichtige Einnahmequelle hat. Wir besuchen Christine in ihrer Rundhütte und dürfen dort von dem köstlichen selbstgebackenen Brot und dem „gewöhnungsbedürftigen“ Bier kosten. Eine besondere Freude kann man Ihr und dem Dorf mit mitgebrachter gebrauchter Kleidung, Stiften und Blöcken bereiten.

Für uns aus der westlichen Welt kommt spontan der Gedanke „diese Armut“ auf. Im Laufe des Besuchs revidiert sich dieser Eindruck, dass die westliche Wertigkeit nicht zu übertragen ist auf diesen Teil der Welt! Christine hat 5 Kinder, die sie alleine großzieht. Ihr Mann hat sich der Verantwortung entzogen. Die Kinder gehen allgemein erst ab 10 Jahren zur Schule, da sie weit entfernt zur Schule gehen müssen, dort auch wohnen und somit erst ein höheres Alter haben sollten. Schulpflicht gibt es nicht, von den Frauen haben 86 % Schulbildung, im Schnitt 8 Schuljahre. Von den Männern waren 50 % auf der Schule, aber mit weniger Schuljahren. Oft verlassen sie nach 2 Jahren die Schule, um zuhause Schafe und Ziegen zu hüten, dafür als Bezahlung Tiere bekommen und - sobald sie genügend eigene Tiere haben - sich eigenständig machen.

Unsere Tour führt uns nun zurück zum höchsten Pub in Südafrika. Hier kann man auch in Rundhütten wohnen, was wir in zukünftigen Angeboten berücksichtigen werden.
Beim Betreten des Pubs fällt unser Blick auf Ski, Skischuhe und eine bildlich dargestellte Schneelandschaft, die verdeutlicht, das es hier einen richtigen Winter gibt.

Die Rückfahrt geht nicht viel schneller und der Weg führt uns  wieder in Serpentinen hinunter nach Underberg.

Steve zeigt uns auch noch andere Unterkünfte:

Moorcroft Manor: 5 *, 9 Zimmer, mit Restaurant, Kinder ab 12 J, distanziert freundlich, 2 Zimmerkat.: Standard und Suiten, plüschiger Teppichboden

Elgin B&B: Jeannine  (mein Favorit)
Kinder willkommen, Pferde, Kühe = Working Farm
4 Zimmer, Restaurant, Pool in Planung, freundlich, familiär, unkompliziert,
Jeannine kocht gerne, hat 3 Kinder, jüngste heißt Sarah und ist 5 (im Dez. 2006)

Pennygum: 3 selfcatering units, aber auch BB buchbar, Boote für Rafting und Tubing,
wenig Platz in der Hütte, 2 Bäder.

Penwarn: -Marietta -
16 km Sandstraße, weitere 4 km mühsame Schotterpiste „Adventurestreet“. Transfer durch Sani Pass Tours möglich. ZAR 70 return pp.
Mtini: am See gelegen, 4 Zimmer, schöne Zimmer, warm, Fußbodenheizung, Dusche + Bad,

Conference Center / Wellnesscenter: jetzt familyunit. Galerie, nicht für Kinder geeignet bzw. große Kinder ab 8 Jahren (eigene Einschätzung!!), aber sehr viel Platz.
2 volle Bäder

Haupthaus: 4 Zimmer mit Terrasse,


Unser Guthaben auf der Mobil Telefon ist fast leer und wir bekommen unsere neue Airtime in Underberg bei Spar an der Kasse.
Um 17h00 hat Steve uns wieder zurückgefahren und nach diesem Tage möchten wir hervorheben, dass Steve sehr auf individuelle Kundenwünsche eingeht und auch Umwege fährt und seine Kontakte nutzt, um diese zu erfüllen.
Insgesamt war es abwechslungsreicher Tag mit vielen unerwarteten, beeindruckenden Erlebnissen und Erkenntnissen.
Das Abendessen in der Valemount Country Lodge, zubereitet von der Gastgeberin Dalene, war sehr lecker, liebevoll angerichtet, in angenehmer, von Musik untermalter Atmosphäre.

Sonntag, 03.12.06
Heute  morgen schauen wir uns einige Zimmer in der Valemount Country Lodge an, die alle in Größe und Ausstattung unterschiedlich sind. Alle wunderschön, Astrid gefällt am besten Nr.2, mir das Zimmer Nr. 6. Weitere Umbauten sind geplant (Reception , Küche, das vorhandene Familienzimmer soll vergrößert werden.
Direkt vom Haus aus kann man verschiedene Wanderungen unternehmen, die ausgeschildert  sind.

Anschließend starten wir mit Steve, der in seinem 4 x 4 vor uns her fährt zu unserem nächsten Ziel zu der Mbotyi Lodge an der Küste. Aber zunächst einmal müssen wir uns am Sonntag in Kokstadt nach einem Chip für Petras Kamera begeben. Ein Shoppingcenter hat auf und bei GAME werden wir fündig. Bei CNA erstehen wir noch eine Landkarte.
Nicht weit hinter Kokstadt biegen wir links ab nach Ziphangeni (Flagstaff) und Lusikisiki. Hier erreicht uns ein Anruf von Otto, dem Manager der Drifters Lodge in Port Grosvenor. Er informiert uns, dass die Straße aufgrund starker Regenfälle schlecht zu befahren sei, wir es aber in einem 2 x 4 bewältigen können. Gleichzeitig fragen wir nach einem Zimmer für Steve, was kein Problem darstellt.
Die Mbotyi Lodge an der Küste,  nach 26 km auf guter Sand- und Schotterpiste erreichen wir gegen Mittag. In dem Dreieck Flussmündung und Meer liegt das bezaubernde gleichnamige Hotel. Der Manager Jacko begrüßt uns auf das herzlichste und ist trotz des Überraschungsangriffs unsererseits bereit uns das Hotel zu zeigen. Die weitläufige Anlage liegt in einem Garten mit Pool und Spielplatz. Die Unterkünfte (48 Zimmer) teilen sich auf in Bungalows und verschiedene langgestreckte, auf Stelzen gebaute Holzchalets. Die 3* Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, mit freundlichen Farben, mit Wasserkocher zur Kaffee-/Teezubereitung.  Alle Zimmer haben einen Ventilator, die etwas besseren Fernseher und Klimaanlage. Die Eckzimmer haben Balkone.
Nach einem Cooldrink verabschieden wir uns, lassen unseren Wagen dort stehen und setzen die Reise im 4 x 4 mit Steve fort. Auf Empfehlung von Jacko besuchen wir 2 verschiedene Wasserfälle (Fraser Falls und Angel Falls) und können dort wunderbare Aufnahmen machen. Weiter geht es eine riesige Teeplantage, deren Blätter sattgrün leuchten. Der Weg wird immer schlechter und es ist zweifelhaft, ob man diesen Weg mit einem normalen PKW befahren kann. Aber es kommt noch besser, der letzte Abschnitt zum Drifters Inn ist selbst für den Allradwagen nur mühsam zu bewältigen. Tiefe Rinnen, die kleinen Schluchten gleichen und kleine Seenlandschaften machen die Fahrt zum Abenteuer. Erschöpft und enttäuschen über die falsche und mangelnde Information der Anfahrt kommen wir am Ziel an. Audrey begrüßt uns sehr freundlich, wir bringen nur mühsam ein Lächeln zustande. Die angebotenen Getränke Bier und Wein sind nicht kalt, was den negativen Eindruck nur verstärkt.
Die Zimmer sind ausgestattet mit 2 Betten, 2 Nachttischen ohne Lampen und 1 Stuhl. Das Bad hat eine große Dusche, Handtücher sind vorhanden, nicht jedoch Seife o.ä. Leider stören uns unsere Mitbewohner,  tausende von Ameisen. Audrey versichert uns sie seien harmlos, bietet aber eine Chemiekeule an.
(Anmerkung: Diese Unterkunft werden wir derzeit nicht in unser Portfolio aufnehmen. Hier muß noch einiges verbessert werden.)
Wir gehen dann erst einmal an den Strand, der sich als absolutes naturbelassenes Kleinod entpuppt. Je nach Naturell und Temperament teilen wir 3 uns auf, auf dem Felsen sitzend, am Strand entlangwandernd und in den Wellen herumhüpfend. Es ist ein wunderbarer Platz! Anschließend gehen wir zurück und bereiten uns auf das Abendessen vor, das wirklich sehr gut ist: Huhn und gebackene Kartoffeln, Squash, Griechischer Salat, zum Nachtisch gibt es Obst aus der Dose „fresh tinned fruit“ mit Vanillesauce, zum Abschluss Tee und Kaffee.
Wir sitzen noch eine Weile mit Bheki, dem lokalen Guide, am Lagerfeuer und er beantwortet uns gerne und ausführlich in gutem Englisch alle Fragen.
Audrey haben wir schon informiert, dass wir am nächsten Tag vorzeitig abreisen werden. Müde und erschöpft fallen wir in unsere Betten.

Montag, 04.12.06
Der nächste Tag beginnt mit einem Kaffee oder Tee und Rusks, anschließend unternehmen wir eine spontane Wanderung mit Bheki zum Schiffswrack der BBS, die neben 16 Mann Besatzung auch Eisen und Stahl an Bord hatte und 2004 auf dem Wege von Port of Spain nach Tansania war. Das Schiff fuhr auf eine Sandbank auf, alle Passagiere wurden per Helikopter aus der rauen See gerettet. Das Wrack liegt größtenteils am Ufer und man kann es untersuchen und die Gedanken und Fantasien schweifen lassen.
Das leckere Frühstück erwartet uns auf der geschützten Aussichtsplattform mit Blick auf das Meer.
Wir haben noch einen Gast – ein Affe mit Baby, der blitzartig sich einige Toastscheiben vom Tisch schnappt.

Wir verabschieden uns herzlich von Bheki und Audrey und setzen unsere Reise Richtung Coffee Bay fort. Erstes Ziel ist Mbotyi, wo wir unseren Toyota Corolla abholen und fahren nun wieder mit 2 Wagen weiter. Auf alle Fälle wollen wir uns Port St. Johns ansehen, das den Ruf einer Hippie-Stadt umgibt. Zunächst jedoch schauen wir uns eine weitere Unterkunft an, die Cremorne Lodge. Am Fluss gelegen, der im Moment aufgrund der starken Regenfälle sich dunkelbraun dahinwälzt (Haie und Tigerfisch vom Meer die Flussmündung hochwandernd), ist diese 3-Sterne Lodge ein gutes Ziel für naturverbundene Reisende, die einen unkomplizierten Urlaub schätzen. Es gibt einen Pool und Kinderspielplatz. Die Gastgeberin Sheryl plaudert mit uns in der Bar.

Anschließend stürzen wir uns in den Innenstadttrubel in Port St. John – afrikanischer geht es kaum noch! Ein für den westlichen Betrachter ein heilloses Durcheinander: Tankstelle, Bankautomaten mit endlos langer Schlange, Friseurstube, Obst- und Gemüseverkäufer, eingestaubte und versandete Kleidungsstücke. Wir sind fasziniert und schlängeln uns durch die Menge.
Weiter geht es durch das weite, grüne, hügelige Land bis kurz vor Umtata, wo leider Steve’s  Wagen aufgibt und er von dort aus die Rückreise nach Underberg antreten muss.
Wir zwei fahren weiter nach Coffee Bay zum Ocean View Hotel. Die letzten 100 km bis zu unserem Ziel führen über eine ausgesprochen schlechte Straße die uns aufgrund der tiefen riesigen Löscher im Asphalt zwingt, extrem langsam zu fahren. Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten,  da Kühe, Ziegen, Schafe und Hunde gemächlich über die Straße traben bzw. am Straßenrand grasen und man mit plötzlichem Seitenwechsel rechnen muss. Afrika eben !
Man kann hervorragend die Bevölkerung bei ihrem täglichen Leben beobachten. Frauen transportieren allerlei auf ihren Köpfen, Kinder hüten das Vieh etc.
Das Hotel liegt unmittelbar am Strand,  ein permanentes Meeresrauschen liegt in der Luft und wir haben Zimmer mit Balkon und Blick auf die weiten Wellen. 

Wir gönnen uns eine kleine Auszeit auf der Terrasse bei Vollmond und lassen die Geschehnisse der vergangenen Tage vor unserem inneren Auge vorbeiziehen.

Dienstag, 05.12.06
Um 04h00 geht die Sonne auf, die uns auch heute wieder begleiten wird.
Frühstück gibt es zwischen 07h00 – 09h00.
Ziel ist heute für uns  das berühmte „Hole in the Wall“. Mit dem Wagen fahren wir dorthin, es wäre auch eine 9-km Wanderung entlang der Küste möglich. Den Wagen lassen wir auf dem Parkplatz des nahen Hotels und gehen ca. 15 Minuten zu Fuß zum Ziel. Begleitet werden wir von 2 Jugendlichen, die uns ein wenig über die Geschichte des Dorfes erzählen und sich dadurch etwas Geld verdienen.
Das Hole in the Wall ist beeindruckend, eine Felsformation mit einem Loch in der Mitte durch das mit großer Kraft das schießt.
Auf dem Rückweg erstehen wir noch selbstgefertigte Muschelketten von ein paar Mädchen, dann fahren wir wieder zurück zum Hotel.  Nach einem Pub Lunch erkundigen wir uns nach der Möglichkeit, das Dwesa Naturreserve anzusehen Aber die Straßenverhältnisse sind einfach zu schlecht und man benötigt einen Allradwagen um dort hin zu gelangen. Also nehmen wir Abstand von dieser Idee. 
Wir besichtigen noch das Coffee Bay Hotel und lernen eine ältere Dame kennen, die gemeinsam mit Ihrer Schwester ein kleines B&B betreibt.
Die charmante Unordnung in dem Haus käßt sich am besten mit den Worten „Das Genie beherrscht das Chaos“ beschreiben  

Den heutigen Tag beenden wir mit einer frühen Nachtruhe.


Mittwoch, 06.12.06
Ein neuer sonniger Tag weckt uns und wir treffen uns am Strand. Durch die Wellen hüpfen im frühen Morgenlicht; einfach göttlich.
Nach dem Frühstück müssen wir weiter.
Nach ca. 1 Stunde erreichen wir die N2 und fahren nach Süden. In Qunu besuchen wir das Nelson Mandela Museum, das sich als leerstehende Gebäude entpuppt. Das 6-teilige Mosaik über Mandelas Leben ist beeindruckend. Mehr kann uns der junge Guide namens Cyril nicht zeigen.
Die Tankuhr neigt sich den Ende zu – wir hätten doch kurz vor erreichen der N2 tanken sollen ... aber letztendlich finden wir doch rechtzeitig eine Tankstelle. Was wir unseren Kunden immer erzählen:  rechtzeitig tanken, haben wir übersehen!

Weiter geht es bis zur Lodge Inkwenkwezi, wo uns der Besitzer Keith freundlich begrüßt. Wir bekommen ein hervorragendes Mittagessen: Prawns, Steak – super lecker, mit verschiedenen Gemüsen, Kartoffeln, Reis und Salat. Dazu bestellen wir Rock Shandy, als Abschluss trinken wir Kaffee. Keith ist ein guter Gastgeber und hält mit den Informationen über Lodge und Umgebung nicht hinter dem Berg.
Anschließend unternehmen wir einen ausgiebigen Gamedrive, der mit dem Besuch bei den vor 1 Woche eingetroffenen Elefanten beginnt. Sie sind gut trainiert, 16 + 19 Jahre alt, 2 Bullen, die sich auf Befehl hinlegen, so dass man in 5-er Grupen ganz nah an ihn heran darf, ihn anfassen und füttern kann. Es ist beeindruckend, die Haut zu fühlen.
Dann fahren wir drei weiter durch das 4000 ha große Gelände und besichtigen die beiden Lodgen; Bush Lodge und Valley Lodge.
Die Zelte der Bush Lodge liege gang nah am Haupthaus und sind relativ klein, es fehlt eine Kofferablage, das Bad hat eine Wasserfalldusche. Die Terrasse ist groß genug für 2 gemütliche Holzstühle und Tisch, schöner Blick.

Das Haupthaus ist gemütlich, große Terrasse, auch ein Feuerplatz fehlt nicht. Wir fahren weiter zur Valleylodge, Zu den Zelten, die größer sind als die der Buschlodge, führen jeweils schmale steile Pfade. Die Zimmer sind versteckt und liegen ca. 50m unsichtbar voneinander entfernt. Klimaanlage, Kühlschank, Badewanne auf Füßen, Glasdusche mit Blick nach  außen und innen. Bügelbrett. Alle Zelte verfügen über ein Telefon, Ranger ist rund um die Uhr erreichbar. Ein herrliches Buschgefühl.

Nun möchte uns Keith noch all seine Tiere zeigen: Impalas, Warzenschweine, Giraffen, Zebras, Gnus, Eland, Kudu, Pferde, Buntbock, Nyalas. Die Attraktion sind die 4 weißen Löwen, die in einem extra eingezäunten Gehege leben. Dort fahren wir quer durch den Busch über Stock und Stein, und endlich sehen wir den König der Löwen mit einer seiner Frauen.

Es ist schon nach 18hh00und wir beeilen uns nach East London zu kommen.
Fahrtzeit ca. 1 Stunde.
Hier wohnen wir im 4* Gästehaus Loerie Hide, das sich als Kleinod entpuppt. Die 5 Zimmer sind alle individuell eingerichtet, verteilen sich auf 3 Gebäude und liegen auf einem Hanggrundstück, inmitten subtropischer Vegetation. Colonial Style, New Colonial, Rondavel, African und unser Zimmer. Alle haben einen gemütlichen Sitzplatz draußen, auch ein Pool fehlt nicht. Sue zeigt uns alles sehr freundlich und nach einem anstrengenden Tag fallen wir erschöpft ins Bett.

Donnerstag, 07.12.06
Frühes Aufstehen, (wie immer eigentlich  ) Salzwasserpool, Spaziergang zum „Fluß“ unten am Grundstück, sehr üppige Vegetation.
Frühstück: Obstsalat, Müsli, Eier mit allem, was hier dazugehört: Speck, Wurst Tomate, Pilze, Käse auf Wunsch. In Gedanken bin ich in Deutschland und gratuliere meinem Sohn zum 24.ten Geburtstag.

Wir genießen den Blick aus dem Jacaranda umrahmten Eingang.

Wir verlassen dieses Haus und fahren Richtung Strand.
An der Promenade vor dem felsigen Strand bauen die fliegenden Händler ihrer Waren auf aus, manche sind recht aufdringlich, wir vertrösten sie mit dem Kauf auf später, da wir zunächst zur Information möchten. Hier sammeln wir diverse Broschüren.
Nach diversen Einkäufen der handgefertigten Holzfiguren und Schmuckstücke fahren wir weiter auf der M14, die später auf der R72 mündet. Dieser folgen wir Richtung Port Alfred. Die Straße ist einigermaßen in Ordnung, nur wenige Potholes. Spontan halten wir an einem Farmstall an, um uns dort mit frisch gepressten, ungezuckerten Ananassaft einzudecken. Herrlich, wenig Säure, noch ein wenig gefroren. Außerdem können wir es nicht lassen, auch noch Rusk und Trockenobst und verschiedene Marmeladen und Chutneys einzukaufen.
Die Besitzer machen uns darauf aufmerksam, dass sie auch ein kleines B&B mit 1 Zimmer und super Blick haben, kostet ZAR 130,00 pps room only.
Keine Inspection, da uns die Bilder nicht überzeugen.
Wir erreichen Port Alfred, das uns spontan gut gefällt.

Halyard Hotel liegt am Wasser bzw. Fluß, alles sehr gepflegt, Kanus und Motorboote zu mieten, Motorboot ca. Euro 50,00 pro Tag.
Zimmer werden alle renoviert, haben Dusche und WC meistens separat.

Wir erstehen wunderschöne handgefertigte Perlen-/Drahtanhänger.
Marvin (Vuvu) heißt der sympathische Händler.

Weiterfahrt durch das weite, hügelige Land. Wir machen dann noch eine Kaffeepause (Kaffee im Teebeutel), aber sehr nette Gastgeber. Typischer Padstall, Straußenei ZAR 30,00, Kaffee ZAR 5,00.  Telefonzelle / Telefonkarten zum Verkauf.

Draußen: 30 Grad

Fahrt bis Alexandria, Geldtanken mit EC (Maestro) Karte -  es klappt!
Einkauf bei OK Bazaar.

Weiter geht es auf der R72 bis zur N2, dann auf der R335 bis Addo. Gravelroads Richtung Addo sind gesperrt, daher keine andere Möglichkeit.

Ankunft 16h20 bei Happy Lands.
2 Hunde (Schäferhund und Wollknäuel)
Mike, der Besitzer  macht den Eindruck eines etwas zerstreuten Professors, ist dabei sehr herzlich und sympathisch. Er serviert einen Zitronendrink.
Dann muß er seine Arbeiter von der anderen Farm holen, wir bleiben zurück und genießen die Ruhe.
Zum Abendessen empfiehlt er uns Africanos Pub und B&B.
Auf der Strecke von der Hauptstraße bis Happylands sind etliche weitere Unterkünfte: Woodall (2 km von der Straße), Lupos Den, Cosmos Cuisine, u.a.


Freitag, 08.12.06
Wetter: bedeckt, kühl.
Tagesplan: Woodall Country House und Unterkünfte  im Addo Elephant Park ansehen. Ebenfalls  Schotia, Amakhala Safari Lodge.

Nach einem gemütlichen Frühstück auf Happy Lands starten wir und fahren zum Woodall  Country House und Spa. Trotz der frühen Ankunft sehr freundliche Begrüßung, Zimmer noch nicht frei, aber Rundgang. 11 Zimmer, eins schöner als das andere. Einfach großartig.
Standard Zimmer heißen hier Luxury Rooms.
Bei der Auswahl der Treatments begrüßt uns der Besitzer James, der unauffällig allgegenwärtig ist und ein Auge auf die gesamten Abläufe von Woodall hat.
Zimmer haben alle einen  unterschiedlichen Charakter, überall Blumen, die aus der eigenen Gärtnerei kommen.
Alle Zimmer haben eine kleine Terrasse, geräumige Bäder, teilweise mit Doppel-Außendusche, Zimmer mit Sitzecke im Zimmer, Stereoanlage, gefüllte Minibar, Klima Anlage mit Fernbedienung, CD-Sammlung, Snacks zum Sundowner (Chips, Biltong, Brezelen etc.)

Wir verlassen Woodall und fahren zum Addo NP, wo uns ein Student die verschiedenen Unterkünfte zeigt.

Rondavels
Cottages
Chalets
Forest Huts (schreckliche Dusche)
Safari Tents
Guesthouse
Cabins

Dann Fahrt nach Schotia, wo uns Jenny herzlich empfängt und uns in endlosen Redeströmen versucht davon zu überzeugen, die Nachmittags Safrai mit Braai zu unternehmen. Sie ist sehr hartnäckig, aber wir auch aus zeitlichen Gründen und vertrösten sie auf das nächste Mal.
Wir einigen uns auf eine private Tour zu den beiden Unterkünften um 15h00 und fahren weiter in das private Amakhala Wildschutzgebiet.
Wir rufen in der zentralen Reservierung an und tragen Elsa unsere Wünsche vor. Unsere erste Station ist Reed Valley Lodge, nahe an der N2 gelegen. Hely ist informiert und sehr freundlich. Sie zeigt uns die 4 Zimmer, erzählt von der Geschichte, die Zimmer sind vor 200 Jahren erbaut worden, liebevoll hat man kleine Details belassen, z.B. Lichtschalter, Türknauf. Nette Bar, gut gefüllt. Sehr einladend. Feuerplatz außen, schöner geschützter Poolbereich, Springbrunnen.

Wir verabschieden uns und fahren weiter zur Safari Lodge. Auch hier werden wir herzlich von Liesel empfangen, zunächst erhalten wir ein Erfrischungsgetränk.
Wir gucken uns die standard und dann die luxury suites an. Es gibt 2 verschiedene Unterkunftsarten: Die Standard Suite hat keinen Pool und keine separate Sitzecke, ebenso ist die Toilette nicht separat.
Der Blick von beiden ist wunderschön, unten ist eine Wasserstelle, wo ab und an Tiere zu sehen sind. Boma, Teleskop, Curio Shop.

Uns gefallen die Wege, die sich sehr dem Stil der Lodge anpassen. Geputzt, gestrichen in den Farben der Lodge.
Fahrt nach Schotia, wo wir fast pünktlich ankommen. Jenny erwartet uns, ihr Mann Pieter ist auch da und versucht uns zu einer Übernachtung bzw. zu der Abendsafari zu überreden. Vergeblich.
Jenny springt mit uns in ihr Auto und wir machen uns auf den Weg. Durch das Gelände, wo wir Antilopen und oben am Haus ein Nashorn sehen, erreichen wir das ehemalige Wohnhaus der Eigentümer, nun kann es 8 Gäste beherbergen. Wir sehen auch noch die 4 Buschlodgen. Schön gelegen, allerdings verschlossen.  Schade.

Boma für die Nachmittagssafari (Brötchen, Schotia-Kaffee = 1 TL Nescafé, 1 tl. Cremora, Milch, einen Brei anrühren, mit heißem Wasser aufgießen, schnell rühren).  Schmeckt lecker !

Dies alles hat 1 Std. gedauert und voller neuer Eindrücke fahren wir nach Woodall.
Auf der Terrasse sitzen, Vögel beobachten, Sekt bzw. La Motte Weißwein genießen !
Abendessen: Excellent: Chilled Cucumber Soup, Minze. Oder/und double baked cheese soufflé, geschungene Taccos. Main Course: Lamm in hauchdünnem Blätterteig bzw. Basmatireise mit Chickencurry und Shrimp. Desert: Cheese Platter / Chocolate Mousse.
Sehr gute, tanzende   Kellner.


Samstag, 09.12.06
Früh wach, Kaffee,
08h00 treatment: Salt Scrubb und Sauna ZAR 150,0  30 Minuten
dann: aromatherapy massage.
Tolles Erlebnis, Entspannung pur.
Dann das Frühstücksbuffet mit allen denkbaren Marmeladen, Fruchtsäfte (Erdbeere, Passion, Orange, Grapefruit).
Käseplatte, Wurstplatte, Müslis, Trockenobst, Lachs, Sesam, Kuchen, Muffins.
Alles superlecker!
Eier in allen gewünschten Variationen: Omelette mit Füllung etc.
Tolle handgefertigte Skulpturen aus Metall, die als Kerzenhalter oder Eiskühler-Halter dienen. Sehr hübsch!
12h30 verlassen wir leider Woodall und fahren zunächst zum Elephant House. Zimmer angesehen: Terrace Rooms, Colonial Rooms, 2 Cottages. Toller Pool.
Zimmer sehr groß und geschmackvoll.

Treatments im Preis enthalten ( Mo – Fr) 08h00 – 17h00
Massage, reflexologie, Aromtherapi.

Dann Afrikanos: Theater, Kapelle. Sehr „Africaans“
Gewöhnungsbedürftig, sehr einfach. Mit Ideen .und Deko sicherlich ein schönes Event.

Dann geht es im Eiltempo und im Regen nach Kenton-on-Sea, wo wir 15h00 ankommen.
REGEN!
Bootstransfer mit Leon und David zur Sibuya River Lodge.
Transfer dauert direkt ½ Std., mit Stops 1 Sd. (Nyala am Ufer, diverse Vögel: Heron, Kingfisher).
Angekommen machen wir es uns im Zelt bequem. Aber schon bald ist es Zeit um zur Nachmittagsaktivität aufzubrechen.  Kaffee, Cooler Box gefüllt, dann mit dem Boot zum Landrover.
Leon bekommt eine unfreiwillige Dusche ab, da sich auf dem Dach Wasser angesammelt hatte und dies beim Anfahren in einem heftigen Schwall vorne überschwappt.
Impalas, Reedbock, die 7 Elefanten von Kapama (private Lodge im Krügerpark, 2 trächtige Elefanten, 5 Jungelefanten). Diverse Hartebeest, Burchells Zebra, Giraffen (5) vom weitem, diverse Vögel.  Kikuyu-Gras: sattgrün, festes Gras.

Sundowner mit Savanna in der Nähe der Elefanten auf einem weiten Feld, wobei wir auch Impalas beobachten können.

Sehr viele Jungtiere, ab Mitte Nov., Krügerpark bereits Sep/Okt. viele Geburten.

Rückkehr, alles sehr schön vorbereitet: Lagerfeuer, viele Lampen, Tische am Feuer, Sundowner (Gin Tonic), wunderschönes Buschfeeling. Personal sehr umsichtig.

Wir sind sehr geschafft von den Erlebnissen des Tages und gehen früh schlafen.

Sonntag, 10. Dezember 2006
05h00 wach, es regnet!!!!!!!!
06h00 Treffen zum Kaffee, Bootstour zur neuen, noch unfertigen Forest Lodge. Hier sind die Häuser / Unterkünfte durch Holzstege miteinander verbunden. 5 Zelte, sehr geräumig, großes Bad.

Zum Glück hat der Regen aufgehört und wir gehen  zu Fuß 2 ½ Stunden zur River Lodge zurück. Weg ist ausgesprochen beschwerlich, sehr rutschig und naß. Aber der Ausblick über das Gelände und all die Tiere entschädigen dafür. Buschbock, Impalas,  Zebras weit entfernt, Wasserbock.
Zurückgekehrt wartet ein Buschfrühstück mit Müslis, Kaffee, Milch, Yoghurt, Poached Eggs zur Abwechslung, Pilzen, Speck, Tomate mit Kräutern auf uns.
Anschließend haben wir Zeit für uns und beschließen, schon heute weiterzufahren. Die Fahrzeit zum Airport PLZ erscheint uns zu lange.
Wir packen die Sachen und setzen uns bis zum Lunch in die Hängemate bzw. Hängestuhl.

Mit dem Boot werden wir anschließend wieder zurück gefahren.
Weiter geht es mit dem Auto nach Port Elizabeth.
Hier werden wir unsere letzte Nacht verbringen um dann am 11. Dezember wieder zurück in den Winter nach Deutschland zu fliegen.

Viele Eindrücke und viel Neues nehmen wir im Gepäck mit nach Hause um unsere Kunden auch in Zukunft kompetent beraten zu können, damit jeder seinen Traumurlaub in Südafrika erleben kann.

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Grenze zu Lesotho

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Höchstgelegener Pub Afrikas

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Menschen in Lesotho

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KwaZulu_Natal, Drakensberge

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Sani Pass

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Skifahren in Afrika

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Steve

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Wasserfall an der Wildcost

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selbstgebackenes Brot

 

 

Albatros wieder unterwegs in Afrika
Abseits der bekannten Touristenpfade in den Natal Drakensbergen und entlang der Wildcoast.

Am Donnerstag 30. November 2006 treffen wir uns (meine Kollegin Astrid und ich)  in Frankfurt am Flughafen, Terminal 1, Halle B, SAA-Schalter 321 – 325, um für den Flug nach Johannesburg einzuchecken. Das klappt prima, wunderbare Sitzplätze in der Economy Class mit Beinfreiheit sind auch dabei.

Nach einem Gläschen Prosecco treffen wir noch die netten Kollegen der Air Namibia und vom NTB, die eine Gewinnerreisegruppe von SWR3 nach Namibia auf den Weg bringen. So ein Aufenthalt am Airport birgt immer viele Überraschungen!

Die Sicherheitskontrollen des Handgepäcks dauern ungewöhnlich lange, dort heißt es „Schuhe ausziehen“, diese werden extra geprüft (wegen der dicken Sohle der Wanderstiefel) und auch das Laptop wird einer intensiven Prüfung unterzogen, es könnte ja Sprengstoff darin verborgen sein.

Dann geht es in den Flieger und ab nach Südafrika! Der für unsere Sitzreihe (Plätze 45 HK am Notausgang) zuständige Steward ist sehr freundlich.  Der Essen italienischer Art Antipasti und Gemüselasagne schmecken lecker.

Der Flug ist insgesamt ruhig und wir landen pünktlich in Johannesburg. Passkontrolle geht schnell und unkompliziert, unser Gepäck kommt auch schließlich und endlich an. Wie immer ist es uns unverständlich, warum alle Wartenden sich direkt mit dem Trolley an das Gepäckband stellen müssen, mit 2 m Abstand wäre die Sicht für alle Beteiligten besser und jeder würde trotzdem das Gepäck bekommen!

Ankunft am 01. Dezember früh am Morgen. Nun geht es in der Ankunftshalle zum Bankschalter, Geld eintauschen und weiter zum Terminal National Departures, ca. 10 Minuten Fußweg. Wir haben uns keinen Gepäckträger bzw. Gepäckwagenfahrer genommen, da wir uns bestens auskennen. Für Erstbesucher empfiehlt es sich die Dienste der aufmerksamen Gepäckträger (erkennbar an den orangen Westen) für wenige Rand (ca. 10  pro Gepäckstück = ca. 1 €) in Anspruch zu nehmen.

Wir checken neu ein zu unserem Flug nach Durban. Hier werden wir begrüßt von farbenfroh angezogenen netten junge Leuten, die Promotion für Durban mit den Stränden machen.
Nun besorgten wir uns unsere Vodacom Telefonnummern mit „airtime“, so dass wir erreichbar sind.

Bei AVIS bekommen wir einen schicken Wagen Kat. B / Toyota Corolla.

In Shoppingcenter  haben wir uns bei Pick n’Pay und Clicks Proviant, Petras neue Lesebrille u.a. besorgt, was es nur vor Ort gibt (Adapter, Ouma Rusks, RooibosTee, Milo etc.).

Als erstes haben wir das Essenwood House in Berea angesehen. Es ist ein sehr schön gelegenes Gästehaus, mit 7 großzügigen Zimmern, jeweils mit Badewanne und auch Dusche (nur Nr. 7 ist kleiner und lediglich mit Dusche ausgestattet.)
Der Garten ist tropisch angelegt und entpuppt sich trotz Innenstadtlage als eine Oase der Ruhe und Erholung. Die britischen Gastgeber und gleichzeitig Inhaber umsorgen ihre Gäste mit Umsicht und britischem Humor. Einige der Zimmer im ersten Stock haben eine überdachte Terrasse mit Blick über die Palmen und die Stadt bis hin zum Indischen Ozean.

Nun müssen wir uns beeilen, da es bereits 16h00 ist, die Rushhour einsetzt und wir noch 2 Stunden Autofahrt in die südlichen Drakensberge vor uns haben. Wir fahren auf der N3 durch diverse Baustellen bis Pietermaritzburg, unterwegs passieren wir eine Zahlstation, wo wir Zar 5,50 für die Straßenbenutzung zahlen müssen. Schon vorher deutete ein Wetterwechsel an, auf Sonnenschein folgt Bewölkung, die immer mehr zunimmt. Es fängt an zu regnen, später auf der Landstraße R617 kommt für uns ganz überraschend dichter Nebel dazu, der sich – je höher wir in die Berge hineinfahren – immer mehr verdichtet. Nach ca. 3 1/2 statt 2 Stunden erreichen wir Underberg, wo uns ein Einheimischer den richtigen Weg zur 3 km außerhalb des Ortes liegenden Valemount Country Lodge erklärt, da Schilder aufgrund der Wetterlage und Dunkelheit schlecht zu lesen sind. Auch Tiere waren seit der Autobahn an den Straßenrändern zu sehen, glücklicherweise nicht zu spüren!

Unser Ziel „erwartet“ uns in kompletter Dunkelheit. Wir tasten uns vorsichtig über nassen Rasen, in der Hoffnung nicht zu stolpern und zu stürzen. Freudiges Gebell bestärkt uns in der Annahme, auf eine menschliche Siedlung gestoßen zu sein. Und tatsächlich, im schwachen Licht einer Taschenlampe kommt uns unsere Gastgeberin Dalene mit ihrer kleinen Tochter Sabrina auf dem Arm entgegen. Des Rätsels Lösung: totaler Stromausfall! Sie ist heilfroh, dass wir gut angekommen sind und mit typisch südafrikanischem Pragmatismus beziehen wir unser Zimmer, das nun im Schein einiger Kerzen romantisch erhellt wird. Wir sind nach den Anstrengungen der Anreise zu müde, um in  ein Restaurant zum Abendessen zu fahren. Aber auch hierfür findet Dalene schnell eine Lösung und verwöhnt uns mit Käse, Wein, eingelegten Feigen und Crackern, die einladend auf einem Tablett mit Lavendelblüten serviert werden.

Trotz des Stromausfalls ist uns eine warme Dusche vergönnt und später funktioniert auch das Licht wieder.

Glücklich und zufrieden fallen wir in einen tiefen Schlaf.

Das erste Wecken geschieht zu unchristlicher Stunde um 04h54 durch Astrid’s falsch gestelltem Wecker, was uns jedoch nicht daran hindert, uns noch eine Runde Schlaf zu genehmigen.

Samstag 02. Dezember. Frühstück erwartet uns zwischen 08h00 – 09h00. Es gibt ein englisches Frühstück mit liebevoll angerichtetem Früchteteller, Eiern mit diversen Beilagen, Toast, frische Muffins, Marmeladen, Müsli, Wurst und Käse.
Um 09h00 stürzen wir uns bei „Duck und Dolittle“ in den ersten Kaufrausch. Neben allerlei Kitsch entdecken wir handgefertigte afrikanische Accessoires.

Nun schnell zurück zur Lodge, denn dort erwartet uns um10h00 bereits Steve von Sani Pass Tours, unser Guide für den heutigen Tag. Wir wollen nach Lesotho, ein Königreich, das hoch oben in den Drakensbergen liegt. Da wir an diesem einen Tag unglaublich viel sehen möchten, einigen wir uns auf eine Tour mit wenigen Stops – was bei den wunderschönen und unglaublich beeindrucken Landschaften sehr schwer fällt! Sattgrüne, samtene, steil aufragende Berghänge, Kaskaden von Wasserfällen und wolkenverhangene Bergspitzen lassen unsere Herzen höher schlagen, (und zeitweise beim Blick in die Tiefe in die Hose rutschen) und geben uns einen Eindruck der faszinierenden südlichen Drakensberge. Steve trägt mit seinem Wissen über Geschichte, Land und Leute dazu bei, dass sich auch für uns die Hintergründe und Vergangenheit der Bergwelt erschließen.
Steve hat außerdem dafür gesorgt, dass unsere Passkontrolle reibungslos vonstatten geht und wir unsere Fahrt fortsetzen können.
Auf 2.865 m angekommen, fahren wir weiter zu einem Basothodorf, was uns wie eine Filmkulisse in einer weiten, von Bergen umgebenen Ebene anmutet. Strohgedeckte fensterlose Rundhütten, Basothos dick eingemummelt in löchrige Decken, verrichten dort die Arbeit ihres täglichen Lebens: Wasser holen, Tiere hüten,  Brot backen, Feuer machen. Anstatt Schilder wie Bäcker, Schlachter, Gemüseladen lässt sich an farbigen Stofffetzen, an Stöcken aufgehängt erkennen, wo es Brot und Bier (=weiss), Fleisch (= rot), Grün (=Gemüse) gibt. Zur Unterscheidung sei gesagt, dass die kleine grüne Flagge den Hinweis auf „green vitamins“  angibt.

Sani Pass Tours fördert durch die Besucher das Dorf, das damit eine wichtige Einnahmequelle hat. Wir besuchen Christine in ihrer Rundhütte und dürfen dort von dem köstlichen selbstgebackenen Brot und dem „gewöhnungsbedürftigen“ Bier kosten. Eine besondere Freude kann man Ihr und dem Dorf mit mitgebrachter gebrauchter Kleidung, Stiften und Blöcken bereiten.

Für uns aus der westlichen Welt kommt spontan der Gedanke „diese Armut“ auf. Im Laufe des Besuchs revidiert sich dieser Eindruck, dass die westliche Wertigkeit nicht zu übertragen ist auf diesen Teil der Welt! Christine hat 5 Kinder, die sie alleine großzieht. Ihr Mann hat sich der Verantwortung entzogen. Die Kinder gehen allgemein erst ab 10 Jahren zur Schule, da sie weit entfernt zur Schule gehen müssen, dort auch wohnen und somit erst ein höheres Alter haben sollten. Schulpflicht gibt es nicht, von den Frauen haben 86 % Schulbildung, im Schnitt 8 Schuljahre. Von den Männern waren 50 % auf der Schule, aber mit weniger Schuljahren. Oft verlassen sie nach 2 Jahren die Schule, um zuhause Schafe und Ziegen zu hüten, dafür als Bezahlung Tiere bekommen und - sobald sie genügend eigene Tiere haben - sich eigenständig machen.

Unsere Tour führt uns nun zurück zum höchsten Pub in Südafrika. Hier kann man auch in Rundhütten wohnen, was wir in zukünftigen Angeboten berücksichtigen werden.
Beim Betreten des Pubs fällt unser Blick auf Ski, Skischuhe und eine bildlich dargestellte Schneelandschaft, die verdeutlicht, das es hier einen richtigen Winter gibt.

Die Rückfahrt geht nicht viel schneller und der Weg führt uns  wieder in Serpentinen hinunter nach Underberg.

Steve zeigt uns auch noch andere Unterkünfte:

Moorcroft Manor: 5 *, 9 Zimmer, mit Restaurant, Kinder ab 12 J, distanziert freundlich, 2 Zimmerkat.: Standard und Suiten, plüschiger Teppichboden

Elgin B&B: Jeannine  (mein Favorit)
Kinder willkommen, Pferde, Kühe = Working Farm
4 Zimmer, Restaurant, Pool in Planung, freundlich, familiär, unkompliziert,
Jeannine kocht gerne, hat 3 Kinder, jüngste heißt Sarah und ist 5 (im Dez. 2006)

Pennygum: 3 selfcatering units, aber auch BB buchbar, Boote für Rafting und Tubing,
wenig Platz in der Hütte, 2 Bäder.

Penwarn: -Marietta -
16 km Sandstraße, weitere 4 km mühsame Schotterpiste „Adventurestreet“. Transfer durch Sani Pass Tours möglich. ZAR 70 return pp.
Mtini: am See gelegen, 4 Zimmer, schöne Zimmer, warm, Fußbodenheizung, Dusche + Bad,

Conference Center / Wellnesscenter: jetzt familyunit. Galerie, nicht für Kinder geeignet bzw. große Kinder ab 8 Jahren (eigene Einschätzung!!), aber sehr viel Platz.
2 volle Bäder

Haupthaus: 4 Zimmer mit Terrasse,


Unser Guthaben auf der Mobil Telefon ist fast leer und wir bekommen unsere neue Airtime in Underberg bei Spar an der Kasse.
Um 17h00 hat Steve uns wieder zurückgefahren und nach diesem Tage möchten wir hervorheben, dass Steve sehr auf individuelle Kundenwünsche eingeht und auch Umwege fährt und seine Kontakte nutzt, um diese zu erfüllen.
Insgesamt war es abwechslungsreicher Tag mit vielen unerwarteten, beeindruckenden Erlebnissen und Erkenntnissen.
Das Abendessen in der Valemount Country Lodge, zubereitet von der Gastgeberin Dalene, war sehr lecker, liebevoll angerichtet, in angenehmer, von Musik untermalter Atmosphäre.

Sonntag, 03.12.06
Heute  morgen schauen wir uns einige Zimmer in der Valemount Country Lodge an, die alle in Größe und Ausstattung unterschiedlich sind. Alle wunderschön, Astrid gefällt am besten Nr.2, mir das Zimmer Nr. 6. Weitere Umbauten sind geplant (Reception , Küche, das vorhandene Familienzimmer soll vergrößert werden.
Direkt vom Haus aus kann man verschiedene Wanderungen unternehmen, die ausgeschildert  sind.

Anschließend starten wir mit Steve, der in seinem 4 x 4 vor uns her fährt zu unserem nächsten Ziel zu der Mbotyi Lodge an der Küste. Aber zunächst einmal müssen wir uns am Sonntag in Kokstadt nach einem Chip für Petras Kamera begeben. Ein Shoppingcenter hat auf und bei GAME werden wir fündig. Bei CNA erstehen wir noch eine Landkarte.
Nicht weit hinter Kokstadt biegen wir links ab nach Ziphangeni (Flagstaff) und Lusikisiki. Hier erreicht uns ein Anruf von Otto, dem Manager der Drifters Lodge in Port Grosvenor. Er informiert uns, dass die Straße aufgrund starker Regenfälle schlecht zu befahren sei, wir es aber in einem 2 x 4 bewältigen können. Gleichzeitig fragen wir nach einem Zimmer für Steve, was kein Problem darstellt.
Die Mbotyi Lodge an der Küste,  nach 26 km auf guter Sand- und Schotterpiste erreichen wir gegen Mittag. In dem Dreieck Flussmündung und Meer liegt das bezaubernde gleichnamige Hotel. Der Manager Jacko begrüßt uns auf das herzlichste und ist trotz des Überraschungsangriffs unsererseits bereit uns das Hotel zu zeigen. Die weitläufige Anlage liegt in einem Garten mit Pool und Spielplatz. Die Unterkünfte (48 Zimmer) teilen sich auf in Bungalows und verschiedene langgestreckte, auf Stelzen gebaute Holzchalets. Die 3* Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, mit freundlichen Farben, mit Wasserkocher zur Kaffee-/Teezubereitung.  Alle Zimmer haben einen Ventilator, die etwas besseren Fernseher und Klimaanlage. Die Eckzimmer haben Balkone.
Nach einem Cooldrink verabschieden wir uns, lassen unseren Wagen dort stehen und setzen die Reise im 4 x 4 mit Steve fort. Auf Empfehlung von Jacko besuchen wir 2 verschiedene Wasserfälle (Fraser Falls und Angel Falls) und können dort wunderbare Aufnahmen machen. Weiter geht es eine riesige Teeplantage, deren Blätter sattgrün leuchten. Der Weg wird immer schlechter und es ist zweifelhaft, ob man diesen Weg mit einem normalen PKW befahren kann. Aber es kommt noch besser, der letzte Abschnitt zum Drifters Inn ist selbst für den Allradwagen nur mühsam zu bewältigen. Tiefe Rinnen, die kleinen Schluchten gleichen und kleine Seenlandschaften machen die Fahrt zum Abenteuer. Erschöpft und enttäuschen über die falsche und mangelnde Information der Anfahrt kommen wir am Ziel an. Audrey begrüßt uns sehr freundlich, wir bringen nur mühsam ein Lächeln zustande. Die angebotenen Getränke Bier und Wein sind nicht kalt, was den negativen Eindruck nur verstärkt.
Die Zimmer sind ausgestattet mit 2 Betten, 2 Nachttischen ohne Lampen und 1 Stuhl. Das Bad hat eine große Dusche, Handtücher sind vorhanden, nicht jedoch Seife o.ä. Leider stören uns unsere Mitbewohner,  tausende von Ameisen. Audrey versichert uns sie seien harmlos, bietet aber eine Chemiekeule an.
(Anmerkung: Diese Unterkunft werden wir derzeit nicht in unser Portfolio aufnehmen. Hier muß noch einiges verbessert werden.)
Wir gehen dann erst einmal an den Strand, der sich als absolutes naturbelassenes Kleinod entpuppt. Je nach Naturell und Temperament teilen wir 3 uns auf, auf dem Felsen sitzend, am Strand entlangwandernd und in den Wellen herumhüpfend. Es ist ein wunderbarer Platz! Anschließend gehen wir zurück und bereiten uns auf das Abendessen vor, das wirklich sehr gut ist: Huhn und gebackene Kartoffeln, Squash, Griechischer Salat, zum Nachtisch gibt es Obst aus der Dose „fresh tinned fruit“ mit Vanillesauce, zum Abschluss Tee und Kaffee.
Wir sitzen noch eine Weile mit Bheki, dem lokalen Guide, am Lagerfeuer und er beantwortet uns gerne und ausführlich in gutem Englisch alle Fragen.
Audrey haben wir schon informiert, dass wir am nächsten Tag vorzeitig abreisen werden. Müde und erschöpft fallen wir in unsere Betten.

Montag, 04.12.06
Der nächste Tag beginnt mit einem Kaffee oder Tee und Rusks, anschließend unternehmen wir eine spontane Wanderung mit Bheki zum Schiffswrack der BBS, die neben 16 Mann Besatzung auch Eisen und Stahl an Bord hatte und 2004 auf dem Wege von Port of Spain nach Tansania war. Das Schiff fuhr auf eine Sandbank auf, alle Passagiere wurden per Helikopter aus der rauen See gerettet. Das Wrack liegt größtenteils am Ufer und man kann es untersuchen und die Gedanken und Fantasien schweifen lassen.
Das leckere Frühstück erwartet uns auf der geschützten Aussichtsplattform mit Blick auf das Meer.
Wir haben noch einen Gast – ein Affe mit Baby, der blitzartig sich einige Toastscheiben vom Tisch schnappt.

Wir verabschieden uns herzlich von Bheki und Audrey und setzen unsere Reise Richtung Coffee Bay fort. Erstes Ziel ist Mbotyi, wo wir unseren Toyota Corolla abholen und fahren nun wieder mit 2 Wagen weiter. Auf alle Fälle wollen wir uns Port St. Johns ansehen, das den Ruf einer Hippie-Stadt umgibt. Zunächst jedoch schauen wir uns eine weitere Unterkunft an, die Cremorne Lodge. Am Fluss gelegen, der im Moment aufgrund der starken Regenfälle sich dunkelbraun dahinwälzt (Haie und Tigerfisch vom Meer die Flussmündung hochwandernd), ist diese 3-Sterne Lodge ein gutes Ziel für naturverbundene Reisende, die einen unkomplizierten Urlaub schätzen. Es gibt einen Pool und Kinderspielplatz. Die Gastgeberin Sheryl plaudert mit uns in der Bar.

Anschließend stürzen wir uns in den Innenstadttrubel in Port St. John – afrikanischer geht es kaum noch! Ein für den westlichen Betrachter ein heilloses Durcheinander: Tankstelle, Bankautomaten mit endlos langer Schlange, Friseurstube, Obst- und Gemüseverkäufer, eingestaubte und versandete Kleidungsstücke. Wir sind fasziniert und schlängeln uns durch die Menge.
Weiter geht es durch das weite, grüne, hügelige Land bis kurz vor Umtata, wo leider Steve’s  Wagen aufgibt und er von dort aus die Rückreise nach Underberg antreten muss.
Wir zwei fahren weiter nach Coffee Bay zum Ocean View Hotel. Die letzten 100 km bis zu unserem Ziel führen über eine ausgesprochen schlechte Straße die uns aufgrund der tiefen riesigen Löscher im Asphalt zwingt, extrem langsam zu fahren. Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten,  da Kühe, Ziegen, Schafe und Hunde gemächlich über die Straße traben bzw. am Straßenrand grasen und man mit plötzlichem Seitenwechsel rechnen muss. Afrika eben !
Man kann hervorragend die Bevölkerung bei ihrem täglichen Leben beobachten. Frauen transportieren allerlei auf ihren Köpfen, Kinder hüten das Vieh etc.
Das Hotel liegt unmittelbar am Strand,  ein permanentes Meeresrauschen liegt in der Luft und wir haben Zimmer mit Balkon und Blick auf die weiten Wellen.  

Wir gönnen uns eine kleine Auszeit auf der Terrasse bei Vollmond und lassen die Geschehnisse der vergangenen Tage vor unserem inneren Auge vorbeiziehen.

Dienstag, 05.12.06
Um 04h00 geht die Sonne auf, die uns auch heute wieder begleiten wird.
Frühstück gibt es zwischen 07h00 – 09h00.
Ziel ist heute für uns  das berühmte „Hole in the Wall“. Mit dem Wagen fahren wir dorthin, es wäre auch eine 9-km Wanderung entlang der Küste möglich. Den Wagen lassen wir auf dem Parkplatz des nahen Hotels und gehen ca. 15 Minuten zu Fuß zum Ziel. Begleitet werden wir von 2 Jugendlichen, die uns ein wenig über die Geschichte des Dorfes erzählen und sich dadurch etwas Geld verdienen.
Das Hole in the Wall ist beeindruckend, eine Felsformation mit einem Loch in der Mitte durch das mit großer Kraft das schießt.
Auf dem Rückweg erstehen wir noch selbstgefertigte Muschelketten von ein paar Mädchen, dann fahren wir wieder zurück zum Hotel.  Nach einem Pub Lunch erkundigen wir uns nach der Möglichkeit, das Dwesa Naturreserve anzusehen Aber die Straßenverhältnisse sind einfach zu schlecht und man benötigt einen Allradwagen um dort hin zu gelangen. Also nehmen wir Abstand von dieser Idee.  
Wir besichtigen noch das Coffee Bay Hotel und lernen eine ältere Dame kennen, die gemeinsam mit Ihrer Schwester ein kleines B&B betreibt.
Die charmante Unordnung in dem Haus käßt sich am besten mit den Worten „Das Genie beherrscht das Chaos“ beschreiben   

Den heutigen Tag beenden wir mit einer frühen Nachtruhe.


Mittwoch, 06.12.06
Ein neuer sonniger Tag weckt uns und wir treffen uns am Strand. Durch die Wellen hüpfen im frühen Morgenlicht; einfach göttlich.
Nach dem Frühstück müssen wir weiter.
Nach ca. 1 Stunde erreichen wir die N2 und fahren nach Süden. In Qunu besuchen wir das Nelson Mandela Museum, das sich als leerstehende Gebäude entpuppt. Das 6-teilige Mosaik über Mandelas Leben ist beeindruckend. Mehr kann uns der junge Guide namens Cyril nicht zeigen.
Die Tankuhr neigt sich den Ende zu – wir hätten doch kurz vor erreichen der N2 tanken sollen ... aber letztendlich finden wir doch rechtzeitig eine Tankstelle. Was wir unseren Kunden immer erzählen:  rechtzeitig tanken, haben wir übersehen!

Weiter geht es bis zur Lodge Inkwenkwezi, wo uns der Besitzer Keith freundlich begrüßt. Wir bekommen ein hervorragendes Mittagessen: Prawns, Steak – super lecker, mit verschiedenen Gemüsen, Kartoffeln, Reis und Salat. Dazu bestellen wir Rock Shandy, als Abschluss trinken wir Kaffee. Keith ist ein guter Gastgeber und hält mit den Informationen über Lodge und Umgebung nicht hinter dem Berg.
Anschließend unternehmen wir einen ausgiebigen Gamedrive, der mit dem Besuch bei den vor 1 Woche eingetroffenen Elefanten beginnt. Sie sind gut trainiert, 16 + 19 Jahre alt, 2 Bullen, die sich auf Befehl hinlegen, so dass man in 5-er Grupen ganz nah an ihn heran darf, ihn anfassen und füttern kann. Es ist beeindruckend, die Haut zu fühlen.
Dann fahren wir drei weiter durch das 4000 ha große Gelände und besichtigen die beiden Lodgen; Bush Lodge und Valley Lodge.
Die Zelte der Bush Lodge liege gang nah am Haupthaus und sind relativ klein, es fehlt eine Kofferablage, das Bad hat eine Wasserfalldusche. Die Terrasse ist groß genug für 2 gemütliche Holzstühle und Tisch, schöner Blick.

Das Haupthaus ist gemütlich, große Terrasse, auch ein Feuerplatz fehlt nicht. Wir fahren weiter zur Valleylodge, Zu den Zelten, die größer sind als die der Buschlodge, führen jeweils schmale steile Pfade. Die Zimmer sind versteckt und liegen ca. 50m unsichtbar voneinander entfernt. Klimaanlage, Kühlschank, Badewanne auf Füßen, Glasdusche mit Blick nach  außen und innen. Bügelbrett. Alle Zelte verfügen über ein Telefon, Ranger ist rund um die Uhr erreichbar. Ein herrliches Buschgefühl.

Nun möchte uns Keith noch all seine Tiere zeigen: Impalas, Warzenschweine, Giraffen, Zebras, Gnus, Eland, Kudu, Pferde, Buntbock, Nyalas. Die Attraktion sind die 4 weißen Löwen, die in einem extra eingezäunten Gehege leben. Dort fahren wir quer durch den Busch über Stock und Stein, und endlich sehen wir den König der Löwen mit einer seiner Frauen.

Es ist schon nach 18hh00und wir beeilen uns nach East London zu kommen.
Fahrtzeit ca. 1 Stunde.
Hier wohnen wir im 4* Gästehaus Loerie Hide, das sich als Kleinod entpuppt. Die 5 Zimmer sind alle individuell eingerichtet, verteilen sich auf 3 Gebäude und liegen auf einem Hanggrundstück, inmitten subtropischer Vegetation. Colonial Style, New Colonial, Rondavel, African und unser Zimmer. Alle haben einen gemütlichen Sitzplatz draußen, auch ein Pool fehlt nicht. Sue zeigt uns alles sehr freundlich und nach einem anstrengenden Tag fallen wir erschöpft ins Bett.

Donnerstag, 07.12.06
Frühes Aufstehen, (wie immer eigentlich  ) Salzwasserpool, Spaziergang zum „Fluß“ unten am Grundstück, sehr üppige Vegetation.
Frühstück: Obstsalat, Müsli, Eier mit allem, was hier dazugehört: Speck, Wurst Tomate, Pilze, Käse auf Wunsch. In Gedanken bin ich in Deutschland und gratuliere meinem Sohn zum 24.ten Geburtstag.

Wir genießen den Blick aus dem Jacaranda umrahmten Eingang.

Wir verlassen dieses Haus und fahren Richtung Strand.
An der Promenade vor dem felsigen Strand bauen die fliegenden Händler ihrer Waren auf aus, manche sind recht aufdringlich, wir vertrösten sie mit dem Kauf auf später, da wir zunächst zur Information möchten. Hier sammeln wir diverse Broschüren.
Nach diversen Einkäufen der handgefertigten Holzfiguren und Schmuckstücke fahren wir weiter auf der M14, die später auf der R72 mündet. Dieser folgen wir Richtung Port Alfred. Die Straße ist einigermaßen in Ordnung, nur wenige Potholes. Spontan halten wir an einem Farmstall an, um uns dort mit frisch gepressten, ungezuckerten Ananassaft einzudecken. Herrlich, wenig Säure, noch ein wenig gefroren. Außerdem können wir es nicht lassen, auch noch Rusk und Trockenobst und verschiedene Marmeladen und Chutneys einzukaufen.
Die Besitzer machen uns darauf aufmerksam, dass sie auch ein kleines B&B mit 1 Zimmer und super Blick haben, kostet ZAR 130,00 pps room only.
Keine Inspection, da uns die Bilder nicht überzeugen.
Wir erreichen Port Alfred, das uns spontan gut gefällt.

Halyard Hotel liegt am Wasser bzw. Fluß, alles sehr gepflegt, Kanus und Motorboote zu mieten, Motorboot ca. Euro 50,00 pro Tag.
Zimmer werden alle renoviert, haben Dusche und WC meistens separat.

Wir erstehen wunderschöne handgefertigte Perlen-/Drahtanhänger.
Marvin (Vuvu) heißt der sympathische Händler.

Weiterfahrt durch das weite, hügelige Land. Wir machen dann noch eine Kaffeepause (Kaffee im Teebeutel), aber sehr nette Gastgeber. Typischer Padstall, Straußenei ZAR 30,00, Kaffee ZAR 5,00.  Telefonzelle / Telefonkarten zum Verkauf.

Draußen: 30 Grad

Fahrt bis Alexandria, Geldtanken mit EC (Maestro) Karte -  es klappt!
Einkauf bei OK Bazaar.

Weiter geht es auf der R72 bis zur N2, dann auf der R335 bis Addo. Gravelroads Richtung Addo sind gesperrt, daher keine andere Möglichkeit.

Ankunft 16h20 bei Happy Lands.
2 Hunde (Schäferhund und Wollknäuel)
Mike, der Besitzer  macht den Eindruck eines etwas zerstreuten Professors, ist dabei sehr herzlich und sympathisch. Er serviert einen Zitronendrink.
Dann muß er seine Arbeiter von der anderen Farm holen, wir bleiben zurück und genießen die Ruhe.
Zum Abendessen empfiehlt er uns Africanos Pub und B&B.
Auf der Strecke von der Hauptstraße bis Happylands sind etliche weitere Unterkünfte: Woodall (2 km von der Straße), Lupos Den, Cosmos Cuisine, u.a.


Freitag, 08.12.06
Wetter: bedeckt, kühl.
Tagesplan: Woodall Country House und Unterkünfte  im Addo Elephant Park ansehen. Ebenfalls  Schotia, Amakhala Safari Lodge.

Nach einem gemütlichen Frühstück auf Happy Lands starten wir und fahren zum Woodall  Country House und Spa. Trotz der frühen Ankunft sehr freundliche Begrüßung, Zimmer noch nicht frei, aber Rundgang. 11 Zimmer, eins schöner als das andere. Einfach großartig.
Standard Zimmer heißen hier Luxury Rooms.
Bei der Auswahl der Treatments begrüßt uns der Besitzer James, der unauffällig allgegenwärtig ist und ein Auge auf die gesamten Abläufe von Woodall hat.
Zimmer haben alle einen  unterschiedlichen Charakter, überall Blumen, die aus der eigenen Gärtnerei kommen.
Alle Zimmer haben eine kleine Terrasse, geräumige Bäder, teilweise mit Doppel-Außendusche, Zimmer mit Sitzecke im Zimmer, Stereoanlage, gefüllte Minibar, Klima Anlage mit Fernbedienung, CD-Sammlung, Snacks zum Sundowner (Chips, Biltong, Brezelen etc.)

Wir verlassen Woodall und fahren zum Addo NP, wo uns ein Student die verschiedenen Unterkünfte zeigt.

Rondavels
Cottages
Chalets
Forest Huts (schreckliche Dusche)
Safari Tents
Guesthouse
Cabins

Dann Fahrt nach Schotia, wo uns Jenny herzlich empfängt und uns in endlosen Redeströmen versucht davon zu überzeugen, die Nachmittags Safrai mit Braai zu unternehmen. Sie ist sehr hartnäckig, aber wir auch aus zeitlichen Gründen und vertrösten sie auf das nächste Mal.
Wir einigen uns auf eine private Tour zu den beiden Unterkünften um 15h00 und fahren weiter in das private Amakhala Wildschutzgebiet.
Wir rufen in der zentralen Reservierung an und tragen Elsa unsere Wünsche vor. Unsere erste Station ist Reed Valley Lodge, nahe an der N2 gelegen. Hely ist informiert und sehr freundlich. Sie zeigt uns die 4 Zimmer, erzählt von der Geschichte, die Zimmer sind vor 200 Jahren erbaut worden, liebevoll hat man kleine Details belassen, z.B. Lichtschalter, Türknauf. Nette Bar, gut gefüllt. Sehr einladend. Feuerplatz außen, schöner geschützter Poolbereich, Springbrunnen.

Wir verabschieden uns und fahren weiter zur Safari Lodge. Auch hier werden wir herzlich von Liesel empfangen, zunächst erhalten wir ein Erfrischungsgetränk.
Wir gucken uns die standard und dann die luxury suites an. Es gibt 2 verschiedene Unterkunftsarten: Die Standard Suite hat keinen Pool und keine separate Sitzecke, ebenso ist die Toilette nicht separat.
Der Blick von beiden ist wunderschön, unten ist eine Wasserstelle, wo ab und an Tiere zu sehen sind. Boma, Teleskop, Curio Shop.

Uns gefallen die Wege, die sich sehr dem Stil der Lodge anpassen. Geputzt, gestrichen in den Farben der Lodge.
Fahrt nach Schotia, wo wir fast pünktlich ankommen. Jenny erwartet uns, ihr Mann Pieter ist auch da und versucht uns zu einer Übernachtung bzw. zu der Abendsafari zu überreden. Vergeblich.
Jenny springt mit uns in ihr Auto und wir machen uns auf den Weg. Durch das Gelände, wo wir Antilopen und oben am Haus ein Nashorn sehen, erreichen wir das ehemalige Wohnhaus der Eigentümer, nun kann es 8 Gäste beherbergen. Wir sehen auch noch die 4 Buschlodgen. Schön gelegen, allerdings verschlossen.  Schade.

Boma für die Nachmittagssafari (Brötchen, Schotia-Kaffee = 1 TL Nescafé, 1 tl. Cremora, Milch, einen Brei anrühren, mit heißem Wasser aufgießen, schnell rühren).  Schmeckt lecker !

Dies alles hat 1 Std. gedauert und voller neuer Eindrücke fahren wir nach Woodall.
Auf der Terrasse sitzen, Vögel beobachten, Sekt bzw. La Motte Weißwein genießen !
Abendessen: Excellent: Chilled Cucumber Soup, Minze. Oder/und double baked cheese soufflé, geschungene Taccos. Main Course: Lamm in hauchdünnem Blätterteig bzw. Basmatireise mit Chickencurry und Shrimp. Desert: Cheese Platter / Chocolate Mousse.
Sehr gute, tanzende   Kellner.


Samstag, 09.12.06
Früh wach, Kaffee,
08h00 treatment: Salt Scrubb und Sauna ZAR 150,0  30 Minuten
dann: aromatherapy massage.
Tolles Erlebnis, Entspannung pur.
Dann das Frühstücksbuffet mit allen denkbaren Marmeladen, Fruchtsäfte (Erdbeere, Passion, Orange, Grapefruit).
Käseplatte, Wurstplatte, Müslis, Trockenobst, Lachs, Sesam, Kuchen, Muffins.
Alles superlecker!
Eier in allen gewünschten Variationen: Omelette mit Füllung etc.
Tolle handgefertigte Skulpturen aus Metall, die als Kerzenhalter oder Eiskühler-Halter dienen. Sehr hübsch!
12h30 verlassen wir leider Woodall und fahren zunächst zum Elephant House. Zimmer angesehen: Terrace Rooms, Colonial Rooms, 2 Cottages. Toller Pool.
Zimmer sehr groß und geschmackvoll.

Treatments im Preis enthalten ( Mo – Fr) 08h00 – 17h00
Massage, reflexologie, Aromtherapi.

Dann Afrikanos: Theater, Kapelle. Sehr „Africaans“
Gewöhnungsbedürftig, sehr einfach. Mit Ideen .und Deko sicherlich ein schönes Event.

Dann geht es im Eiltempo und im Regen nach Kenton-on-Sea, wo wir 15h00 ankommen.
REGEN!
Bootstransfer mit Leon und David zur Sibuya River Lodge.
Transfer dauert direkt ½ Std., mit Stops 1 Sd. (Nyala am Ufer, diverse Vögel: Heron, Kingfisher).
Angekommen machen wir es uns im Zelt bequem. Aber schon bald ist es Zeit um zur Nachmittagsaktivität aufzubrechen.  Kaffee, Cooler Box gefüllt, dann mit dem Boot zum Landrover.
Leon bekommt eine unfreiwillige Dusche ab, da sich auf dem Dach Wasser angesammelt hatte und dies beim Anfahren in einem heftigen Schwall vorne überschwappt.
Impalas, Reedbock, die 7 Elefanten von Kapama (private Lodge im Krügerpark, 2 trächtige Elefanten, 5 Jungelefanten). Diverse Hartebeest, Burchells Zebra, Giraffen (5) vom weitem, diverse Vögel.  Kikuyu-Gras: sattgrün, festes Gras.

Sundowner mit Savanna in der Nähe der Elefanten auf einem weiten Feld, wobei wir auch Impalas beobachten können.

Sehr viele Jungtiere, ab Mitte Nov., Krügerpark bereits Sep/Okt. viele Geburten.

Rückkehr, alles sehr schön vorbereitet: Lagerfeuer, viele Lampen, Tische am Feuer, Sundowner (Gin Tonic), wunderschönes Buschfeeling. Personal sehr umsichtig.

Wir sind sehr geschafft von den Erlebnissen des Tages und gehen früh schlafen.

Sonntag, 10. Dezember 2006
05h00 wach, es regnet!!!!!!!!
06h00 Treffen zum Kaffee, Bootstour zur neuen, noch unfertigen Forest Lodge. Hier sind die Häuser / Unterkünfte durch Holzstege miteinander verbunden. 5 Zelte, sehr geräumig, großes Bad.

Zum Glück hat der Regen aufgehört und wir gehen  zu Fuß 2 ½ Stunden zur River Lodge zurück. Weg ist ausgesprochen beschwerlich, sehr rutschig und naß. Aber der Ausblick über das Gelände und all die Tiere entschädigen dafür. Buschbock, Impalas,  Zebras weit entfernt, Wasserbock.
Zurückgekehrt wartet ein Buschfrühstück mit Müslis, Kaffee, Milch, Yoghurt, Poached Eggs zur Abwechslung, Pilzen, Speck, Tomate mit Kräutern auf uns.
Anschließend haben wir Zeit für uns und beschließen, schon heute weiterzufahren. Die Fahrzeit zum Airport PLZ erscheint uns zu lange.
Wir packen die Sachen und setzen uns bis zum Lunch in die Hängemate bzw. Hängestuhl.

Mit dem Boot werden wir anschließend wieder zurück gefahren.
Weiter geht es mit dem Auto nach Port Elizabeth.
Hier werden wir unsere letzte Nacht verbringen um dann am 11. Dezember wieder zurück in den Winter nach Deutschland zu fliegen.

Viele Eindrücke und viel Neues nehmen wir im Gepäck mit nach Hause um unsere Kunden auch in Zukunft kompetent beraten zu können, damit jeder seinen Traumurlaub in Südafrika erleben kann.

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